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Dritter Band.
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schweben. Und täglich nahm dort Schwäche und Unord-nung zu. Von einem König, der sich einbildete zu regie-ren, aber von eigensüchtigen Ministern und von einerMaitresse abhing, die allen Anwandlungen der Eitelkeitzugänglich war, ließ sich mehr fürchten als hoffen.

In der Mitte starker und gefährlicher Feinde, ohnealles zuverlässige Bündniß, sah sich König Friedrich aufsich selbst, vor allem auf die Kriegsbereitschaft und dieTapferkeit seiner Armee angewiesen.

Auch hielt er die Sorge für sein Kriegsheer fast fürseine wichtigste Pflicht; wie sich Friedrich Wilhelm alsFeldmarschall, so bezeichnet er sich als Connctable; wirwürden ihn nicht kennen lernen, wenn wir diese Seiteseiner Thätigkeit unberührt lassen wollten.

Friedrich geht von dem Grundsatz des Vegetius aus,daß der Friede das Studium, der Krieg die Ausübungder Kunst sei. Eine Disciplin, wie die römische, geltenur noch in der preußischen Armee; sie bilde die Grund-lage des Ruhmes und das Bestehen des Staates hängedavon ab; sie zu erhalten, erklärt er für die Pflicht sei-ner Generale und seine eigene.' Wohl sei es schön, sagter diesen, sich Ruhm erworben zu haben, aber eine schänd-liche Sicherheit würde es sein, nicht auch ferner die Mit-tel vorzubereiten, die man bald gegen die Feinde anzu-wenden in den Fall kommen werde; unglücklicherweise seiendie Worte Feind und Nachbar für ihn synonym.'

1. Gcneralprincipia von, Kriege. Einteilung, abgedruckt beiPreuß, Friedrich als Schriftsteller 227.