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Dritter Band.
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alten Regimenter haben in Hinsicht auf Zucht und mili-tärische Fertigkeit vielleicht noch gewonnen. Wir habeneine Linie von 19000 M. vorrücken sehen, 80 Schritt inEiner Minute, so gerade, als wenn sie nach der Schnurabgemessen wäre. Ich kenne die Geschwindigkeit ihresSchießens nun seit acht Jahren aus dem Kriege undaus den Übungen, doch setzt sie mich noch jedes Mal inErstaunen.'

Valori war kein unbedingter Bewunderer der preu-ßischen Truppen. Er urtheilt, daß ihr Feuern in derRegel zu tief gehe, und nicht gehörig berechnet werde;wenn die Maschine einmal aufgezogen sei, so schieße derSoldat ohne zu wissen wohin. Wenn er aber meint,daß es dem König hauptsächlich auf dieses Schießen an-gekommen sei, so thut er ihm Unrecht.

Was heißt es, sagt Friedrich, eine Schlacht gewin-nen? Es heißt den Feind nöthigen das Feld zu räu-men. Ich übe die Truppen so rasch anzurücken, wiemöglich; sie haben nicht zu schießen, sondern bedienensich des Bajonnets oder dringen, die Flinte über dieSchulter, an; so setzen sie den Feind außer Fassung.Nicht das Feuern gewinnt Schlachten, sondern die guteHaltung der Truppen. Auch von der Cavallerie verlangeich geschlossene, lebhafte Attaquen. Da die feindlichenSchwadronen weniger geschlossen sind, so können sie die-

1. Observations sur le Service militsire ro! äe krusse re-mis psr Valori. 5ept. 1746 (Archiv zu Paris).