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Dritter Band.
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wie sie gegen die Nachbarn, von denen er Feindselig-keiten erwarten müsse, nothwendig sei. Der Beschrän-kung, die es ihm auflegt, daß die Hälfte seiner Truppenaus Soldaten bestand, die keinen rechten Antheil an derWohlfahrt seines Landes nähmen, blieb er sich jeden Au-genblick bewußt.

Um so mehr kam es ihm darauf an, den eigenthüm-lichen kriegerischen Geist, die militärische Tugend der Ar-mee aufrecht zu erhalten.

Er setzt dieselbe in drei Dinge: Ordnung, Gehorsamund Tapferkeit. Die zur Gewohnheit gewordene Ord-nung bewirke, daß in den dringendsten Gefahren die Ver-wirrung der Preußen doch noch mehr Haltung in sichhabe, als der gewöhnliche Zustand des Feindes; der Ge-horsam mache, daß niemals über die Ausführbarkeit einergebotenen Unternehmung hin und her geredet werde, Nie-mand verzweifle. Die Tapferkeit beruhe darauf, daß dieOffiziere nur von den Waffen ihr Glück erwarten, undihren Ehrgeiz darin finden; daß der Soldat Zutrauen zusich selbst habe, und als einen Ehrenpunct betrachte, nie-mals zu weichen; jeder Kleinmut!) mache bei den Ca-meraden verächtlich; oft habe man noch Verwundete schla-gen sehen.

Diesen Geist nun, der im Kriege entwickelt war, inder Zeit des Friedens zu nähren, die Armee in immervollkommeneren Zustand zu bringen, war das vornehmsteBemühen des Königs.