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Dritter Band.
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ward, sich von der Herrschaft der Confession loszureißen,so mußte die große Erwerbung, die er gemacht hatte,der überaus zahlreiche Zuwachs seiner katholischen Unter-thanen, die Politik, die er im Augenblick der Besitznahmeergriffen, ihn darin mächtig bestärken. Was er einst injener Marginalresolution den protestantischen Kirchcnbe-hörden in herben Ausdrücken zu erkennen gegeben, daswiederholte er milder dem Cardinal Sinzendorf, jeder sei-ner Unterthanen möge Gott auf die Weise verehren, dieer seinem Heile für die zuträglichste halte. Er ersuchtihn einmal, den Polen, bei denen sich Religionsverfol-gungen zeigten, das Beispiel von Schlesien vorzuhal-ten, und ihnen zu Gemüthe zu führen, wie sehr ihrVerfahren dem göttlichen Gesetze, der christlichen Liebeund dem natürlichen Grundsätze der menschlichen Ge-sellschaft entgegenlaufe. Ich bin neutral, sagt er vonsich selbst, zwischen Rom und Genf; wer den andern be-einträchtigt, wird verurthcilt; würde ich mich für eineoder die andere Religion erklären, so würde ich Partciung,Verfolgung, Auswanderungen veranlassen; ich suche denverschiedenen Glaubensgenossen zu zeigen, daß sie alleMitbürger sind. Selbst bei Vertheilung öffentlicher Un-terstützungen, die sich sonst sehr an das kirchliche Bekennt-niß zu knüpfen pflegten, verbat er sich auf dasselbe Rück-sicht zu nehmen; nur die größere Bedürftigkeit sollte denAusschlag geben.

Er sah nicht allein nach, sondern er wünschte, Ka-