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Dritter Band.
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tholiken in seinen Diensten zu haben; er verkündigt solaut wie möglich, daß alle seine Vasallen bei ihm fort-kommen sollen; wir finden, daß er für den Prinzen vonPreußen einen Hofmarschall katholischen Glaubens förm-lich suchte. Mit Vergnügen nahm er Männer, wie Keith,alte Jacobiten, in seinen Dienst auf, obgleich er auf denWunsch des Prätendenten sich in Preußen niederzulassennicht einging. Es machte ihm Vergnügen, eine katholischeKirche, einer brandenburgischen Heiligen gewidmet, inBerlin entstehen zu sehen; sein damals vertrautester Freund,Rochenburg, führte bei den hiezu nöthigen Einrichtungendie Aufsicht; in jeder Schwierigkeit wandte man sich anden König selbst.

Bei alle dem konnte es nicht fehlen, daß ihm nichteben in der eroberten Provinz viel religiöser Widerwillevon Seiten der Katholiken begegnete.

Da waren vor allem jene Mitglieder der Magistrate,welche bisher durch den Hof von Wien befördert, dieAutorität desselben wiederherzustellen entschlossen schienen.Eine Kabinetsordre verfügte gleich im Anfang, daß dieStellen der regierenden Bürgermeister nur mit Evange-lischen zu besetzen seien; auf ewige Zeiten aber solltehiedurch die Wahl nicht beschränkt oder aufgehoben sein;Friedrich meinte, daß sie der zweiten Generation ohneGefahr zurückgegeben werden könne.'

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