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Dritter Band.
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Einwohner verdrängten, und sich dem preußischen In-teresse ergeben zeigten.

Überall kam es darauf an, die politische Seite derreligiösen Gegensätze unschädlich zu machen, ohne demergriffenen Prinzip zu nahe zu treten.

Lag nun aber nicht in dem Zusammenhang der Ka-tholisch-gläubigen mit einem gemeinschaftlichen Oberhaupte,welches die alten hierarchischen Grundsätze geltend machenmußte, schon an sich eine politische Gefahr? War dieEinwirkung von Rom nicht mit dem besonderen Wesendes preußischen Staates in innerem Widerstreit?

In Berlin hatte man zuweilen die Anwandlung, dieStreitfragen, die natürlicherweise entsprangen, theoretischauszufechten.

Friedrich sagt in einer seiner Kabinetsordres: in al-len Dingen, die keinen Glaubensartikel angehen, sei erder oberste Bischof im Lande, und habe keine andere Au-torität zu erkennen. In einem Aufsatz, den man fürden Römischen Stuhl bestimmt hatte, heißt es wörtlich:wenn die Römische Kirche im Preußischen die Rücksichtgenieße, die man ihr in katholischen Ländern widme, sogeschehe das unter der Bedingung, daß der RömischeHof auch dem König von Preußen alle die Rücksicht ge-währe, welche er gegen katholische Fürsten habe, und derClerus ihm eben so gehorsam sei; die Religion, die erbekenne, dürfe ihm nicht die Rechte schmälern, deren sichanderwärts die Fürsten erfreuen.