Band 
Dritter Band.
Seite
442
JPEG-Download
 

442

hat. Bei seiner Rückkehr nach Paris ward MaupertuisGegenstand der allgemeinen Aufmerksamkeit und Be-wunderung'; man weiß, daß jüngere Männer dadurchgereizt worden sind, sich der Literatur zu widmen; Vol-taire empfahl ihn dem König von Preußen, und die-ser, der einen Mann von so anerkanntem Rufe fürBerlin zu gewinnen wünschte, blieb auch nach der Er-neuerung der Akademie dabei, ihn zum Präsidenten der-selben zu machen. Maupertuis zog bei dem Antrag inBetracht, daß er sich der Eifersucht der Gelehrten aus-setzen werde, darauf indeß wollte er es wohl wagen;was er aber wahrhaft unerträglich fand, war die Un-terordnung unter die Curatoren vornehmeren Ranges,welche der Akademie vorgesetzt waren. Sehr merkwür-dig ist sein Schreiben, worin er dem König vorstellt,die Stelle eines Präsidenten der Akademie sei unterLeiblich ehrenvoll gewesen, unter Gundling lächerlich,unter Jablonski etwas sehr mittelmäßiges; jetzt könneder König alles was er wünsche daraus machen. VonPreußen dürfe man nicht sagen, was nach Fontenellevon Frankreich in einem früheren Jahrhundert wahr ge-wesen sei, daß Wissenschaft zu besitzen dem Ansehen ei-nes Mannes nur nicht schade. Er wisse wohl, in-dem er für die Wissenschaften spreche, führe er seine ei-gene Sache, aber von Friedrich dürfe er alles verlangen,

1. Marquis d'ArgenS: llistoire 6>- I'esxi-it tiumsill IV, 341