446
über alle Rücksicht erhebt. * Maupertuis machte die Ver-sammlung auf den Unterschied der darin geschildertenfrüheren Zeit und der damaligen aufmerksam; das kö-nigliche Schloß, wo die Sitzung gehalten ward, dassonst einer fremden Garde gedient, sei jetzt ein Sitz derWissenschaften geworden. Am 24 Januar 1748 warddas Leben des großen Churfürsten gelesen, das durchdie Eleganz und den Glanz der Darstellung nicht allein,sondern auch durch seinen Gegenstand, der zum erstenMal in scharfen und faßlichen Formen hervortrat, nochgrößere Bewunderung erweckte.
Noch ein anderes historisches Werk hat Friedrich da-mals hervorgebracht, das sich nicht für das Publikumeignete, und von dem nur einer oder der andere Ver-traute theilweis Kenntniß erhielt; die Geschichte des ebengeführten Krieges. Zu einer objectiven Auffassung stander den Dingen noch zu nahe; aber um so größeren Werthgiebt dem Werke die unmittelbar frische Erinnerung, diees in jedem Worte athmet. Es ist mit rückhaltloser Ju-gendlichkeit hingeworfen; eben so leicht und angenehm alsunterrichtend. Die spätere Überarbeitung hat vieles be-seitigt, was man für die historische Kunde zu erhaltenwünschte.
1. Valon, 3 Junn „eKsIement cur!eux par Is iresutö et