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Dritter Band.
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und Armide; — die Situationen des Montezuma, welchenFriedrich selbst abfaßte, kehren im Cortez wieder.

Etwas später als das Opernhaus kam die Akademiezu Stande; 1747 ward zu der katholischen Kirche, 1749zu Prinz Heinrichs Palais der Anfang gemacht; 1750ward die neue Domkirche fertig. Es liegt in der Naturder Sache, daß Gebäude, zu denen man die vornehmstenMotive aus Zeichnungen von Bauwerken schöpft, die mannie selbst gesehen hat, nicht gerade immer Kunstwerke wer-den; einiges aber ist doch gelungen: die Vertheilung desRaumes war großartig; das innere Berlin bekam allmäh-lig die Gestalt einer europäischen Hauptstadt. Auch anden Außenseiten, wo früher die Wälle gegangen, erhobensich neue Plätze und Straßen. Vor den Thoren versuchteman Anpflanzungen, um nur erst den Sand festzuhalten,und der wüsten Plätze los zu werden; sonst würde selbstjenes Asyl, das Friedrich den „verwundeten Unüber-wundenen" 1748 gründete, nicht wohl haben bestehenkönnen. Allenthalben wurden Bäume gepflanzt, die denNachkommen Schatten geben sollten.

Die größte Sorgfalt ward dem Thiergarten gewid-met, der bisher mit einem Plankenzaun umgeben, vonVieh beweidet, mehr die Gestalt eines Jagdreviers alseines Parkes darbot. Knobelsdorf dachte nicht, den Na-turcharakter zu verändern, er führte nur einige garten-künstlerisch organisirte Partien aus; — er durchbrach denWald nur hie und da durch Alleen, die zu Mittelpuncten

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in.