terialistischen Doctn'nen wandte er sich von einem Jahrzum andern mehr ab: die Fähigkeit und Macht, die demmenschlichen Geiste eingeboren sei, schlug er überschwäng-lich hoch an.
Im Jahre 1747 kam Algarotti wieder, der jetzt nichtmehr in diplomatischen Geschäften, womit ihm der ersteVersuch mißglückt war, sondern nur als geistreicher undgebildeter Mann in der Gesellschaft zu glänzen suchte.Friedrich sagt von ihm, er habe sich von allem Wissendas Interessanteste angeeignet, auf jede Frage, die manüber Philosophie, schöne Wissenschaften und Künste anihn richte, bezahle er mit klingender Münze, — eine un-schätzbare Gabe für ein literarisches Hoflcben. Er warein Egoist, doch ohne zu beleidigen, bewegte sich in ge-wandter Schmeichelei, die den Erfolg hatte, ihm seineTage angenehm zu machen; aber niemals war er voll-kommen hingegeben, weder gegen seine Freunde, nochselbst in Angelegenheiten des Herzens.
Wir wollen des ehrlichen Target, der hauptsächlichein geschickter Sccretär, und Chasots, der ein gern gese-hener Adjutant, aber nicht viel mehr war, nicht ausführ-licher gedenken; die größte Aufmerksamkeit von allen er-regte Voltaire, als er sich endlich bewegen ließ, die vor-theilhafte Stellung anzunehmen, die ihm Friedrich fürimmer in Berlin anbot. Die Einladung traf gerade ineine Zeit, wo Voltaires Empfindlichkeit durch kleine Zu-rücksetzungen in der Pariser Gesellschaft gereizt war.