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Friedrich, der von Jugend auf, geschäftliche Unterbrechun-gen ausgenommen, den ganzen Tag über französisch sprach,so daß man sich lange an seinem Hofe aufhalten konnte,ohne ein deutsches Wort zu hören, hatte einen unüberwind-lichen Trieb, allgemeine Gedanken und Gefühle in fran-zösischen Versen auszudrücken. Zur Ausbildung der in-tellektuellen Selbständigkeit, um nicht dem Einheimischenund Angestammten, wo oft die Gewohnheit als die Re-gel gilt, blindlings zu verfallen, hat man seit den Zei-ten der Römer die Übung eines erlernten und fremdenIdioms für nöthig gehalten. Die damaligen Höfe trie-ben dies sämmtlich bis zur Vernachlässigung der Mut-tersprache; Friedrich wünschte wenigstens, da er nun ein-mal so viel französisch schrieb, es so vollkommen zu thunals möglich, denn es war ihm widerlich, in irgend einerSache, die er vornahm, nicht zur Meisterschaft zu ge-langen. Er entschloß sich der Schüler des Mannes zuwerden, der die französische Sprache mit Virtuosität, undzwar einer solchen die auf Studium und Einsicht beruhtezu behandeln wußte. Voltaire war, wie er einmal selbstsagt, recht eigentlich der Grammatiker Friedrichs; erhaltedie Gedichte desselben, die zum Theil, aber nur in we-nig Eremplaren vorläufig gedruckt waren, durchzusehen,die Mangelhaftigkeiten des Ausdruckes zu bezeichnen,Verbesserungen desselben anzugeben. Er zeigte sich kei-neswegs als ein nachsichtiger Lehrmeister; zuweilen hater die Arbeiten Friedrichs völlig verworfen, und sie der