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gerichteten Thätigkeit eines geistvollen Fürsten auf seineAuffassung Einfluß geübt habe; es gehörte zum gutenTone jener Gesellschaft, von Anregungen dieser Artzu schweigen; — aber davon spricht Voltaire oft selbst,daß der Aufenthalt in Potsdam ihn über tausend Rück-sichten erhob, die ihm in Paris aufgelegt worden wären;in der Gesellschaft mit dem Könige sah er einen neuenAntrieb etwas Gutes hervorzubringen.
König Friedrich, in dem Bestreben begriffen, sich ei-ner Ausdrucksweise zu bemeistern, die er für classisch hielt,war desselben Sinnes; politische und militärische Geschäftehinderten ihn nicht an mannichfachcr literarischer Hervor-bringung; doch hatte er es nicht allem auf Arbeit ab-gesehen, sondern auch auf Umgang. „Der Geist ist einFeuer", sagt er einmal, „welches erlischt, wenn man esnicht nährt"; es schien ihm gleichsam die Pflicht einesFürsten, im Verkehr mit geistreichen Leuten seinen Geistzu schärfen; überdies aber, lebendiges Gespräch, wissen-schaftliche Unterhaltung gewährten ihm ein großes per-sönliches Vergnügen.
Und nicht übel war seine Gesellschaft zusammengesetzt,so lange der natürliche Gegensatz zwischen Maupertuisund Voltaire nur dazu diente sie zu beleben.
Der eine ein phantastischer, dem Geheimniß zuge-wandter Naturforscher, der andere ein kalter und kausti-scher Poet; jener noch voll von einer nicht immer ge-zügelten Lebenskraft, im Gespräch kein Freund von langen