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Reden, sondern abwartend, bis er ein treffendes Wortdazwischenwerfen konnte; dieser skelettartig in seiner Er-scheinung, so daß sein Leben nur ein Hauch schien, aberimmer das Wort an sich reißend, dogmatisirend. Voltairelebte und webte in dem Widerspruch gegen die positiveReligion, besonders den Katholicismus; Maupertuis ver-säumte die Messe nicht mehr, seitdem Voltaire in Pots-dam angekommen war. Und doch hatten sie Vieles ge-mein: sie waren beide Newtonkaner, Maupertuis vielleichtnoch ungerechter gegen Leibnitz und Wolf als Voltaire;sie waren alte Freunde und Hausgenossen.
Der Anig neigte sich seiner ganzen Natur nachmehr zu Voltaire. Wer hat es nicht empfunden, daß esein von aller Willkühr unabhängiges Verhältniß der gei-stigen Persönlichkeiten zu einander giebt? Die Gesellschaftdes einen verstimmt an und für sich; man fühlt sich ge-drückt und trübe; in der Berührung mit dem andern er-wachen die Gedanken, die Worte kommen von selbst, unddie Seele fühlt sich wohl in ihrer Thätigkeit. Ein sol-ches Verhältniß hatte Friedrich zu Voltaire, den er fürden bestorganisirten und anmuthvollsten Geist erklärt, wel-chen die Natur geschaffen habe.
Wenn Voltaire bei alledem nicht ein vollkommenesund für die andern drückendes Übergewicht erlangte, sorührte es daher, daß er Eigenschaften zeigte, die derVorliebe für seinen Geist Grenzen setzten.
Aus mannichsaltigen Wiederholungen kennt man die