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es anders, so würde Voltaire eine zu große Macht überdie Menschen ausüben. Er selbst suchte ihn zu ertragen,in der Hoffnung, ein so bejahrter Mann werde dochwohl endlich zur Erkenntniß über sich kommen; bei man-cherlei Wechsel von Gnade und Ungnade, Zurücksetzenund Wiederaufnahme erhielt sich doch immer ein erträg-liches Verhältniß.
Endlich aber trat ein Ereigniß ein, welches allen Un-muth zu Tage brachte und alles zerwarf.
Zwischen den beiden feindlichen Geistern, Voltaire undMaupertuis, kam es endlich zum Bruche. Der Poetkonnte die amtliche so wenig, wie die gesellschaftliche Au-torität eines Mannes ausstehen, den er zwar selbst einstempfohlen hatte, aber im Grunde doch für einen unter-geordneten Geist hielt. Es mag wohl sein, daß sie sichnoch mehr verfeindeten, wenn der eine oder der andereeines Abends am meisten geglänzt hatte. ^ VerfänglicheReden wurden hin und her getragen; Voltaire schriebeine bittere Kritik, die über sein neuestes Buch her-auskam, dem Einfluß des Präsidenten der Akademie zu;dieser nahm die Ernennung eines Correspondenten übel,die auf Voltaires Fürsprache vom König bewilligt wor-den war.
Nun ließ sich Maupertuis damals durch den Versuchdes Professor König in Leiden, ihm die Entdeckung ei-
1. So erzählt nicht allein Thiebault, sondern ich finde es auchaus dem Munde Friedrichs aufgezeichnet.