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Dritter Band.
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keiten gegeben? Was lag in dieser so Besonderes, daßsie die allgemeine Aufmerksamkeit so oft beschäftigt hat?

Das Wesentliche ist, daß Voltaire dabei den Königselbst beleidigte. Er benutzte eine Erlaubniß, die er fürein ganz anderes Buch erhalten hatte, um die Schriftin Potsdam drucken zu lassen; der König, der den Prä-sidenten seiner Akademie, dem er eine so ausgezeichneteStellung gegeben, nicht lächerlich machen lassen wollte,nöthigte Voltaire, die Auflage zu vernichten, und nahmihm das Versprechen ab, auch keine andere zu veranstalten.Wie hätte aber dieser Geist, der gleichsam geboren war, umdie Gesammtheit der Ideen zu zersetzen, auf denen dieeingeführte Weltordnung beruhte, in seinem schriftstelleri-schen Treiben irgend eine Rücksicht nehmen sollen? Auchder König, den er oft als einen Salomo des Nordensgepriesen, gewann ihm eine solche nicht ab. Voltairesäumte keinen Augenblick, seine Satyre anderweit druckenzu lassen, und bald gingen die Eremplare zu Berlin vonHand zu Hand.

Hierüber gerieth nun aber der König in große Auf-regung. Seit seiner Ankunft hatte Voltaire dahin ge-trachtet, jeden Gegner oder Nebenbuhler aus FriedrichsDienst zu verdrängen, und einige Mal es durchgesetzt.Friedrich glaubte, er wolle jetzt auch Maupertuis ver-jagen, und statt desselben den Präsidentenstuhl in derAkademie einnehmen. Dazu hielt er ihn doch nicht fürgeeignet. Überdies aber war das hier zu Lande noch