Band 
Dritter Band.
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Eins wäre ihm freilich unbequem gewesen, einen frem-den Willen über sich zu fühlen, und er dachte sich Ein-richtungen aus, wie dem vorzubeugen sei; aber dasGlück, zu gebieten, reizte ihn nicht, noch der Besitz großerGeldmittel; er würde, sagte er, mit 12000, ja mit1200 Thaler leben können, er würde Freunde haben,und ihr wahrer Freund sein, nur den Wissenschaftenwürde er sich widmen.

Indem er dem nachsinnt, und in dem Gedankenschwelgt, nichts zu sein als ein einfacher, aber ganz un-abhängiger Gelehrter, sieht er doch, wenn er die Um-stände und Persönlichkeiten überlegt, besonders in kri-tischen Augenblicken, wie deren so viele kamen, daß allesdies unmöglich ist. „Ich habe ein Volk," ruft er aus,„ das ich liebe, ich muß die Last tragen, welche auf mirliegt, ich muß an meiner Stelle bleiben."

Was macht den Menschen, als der innere Antriebund Schwung seines moralischen Selbst?

Wir wollen nicht sagen, daß jene Stimmung die vor-herrschende, daß Friedrich nicht von dem Gefühl des gc-bornen Königs fortwährend durchdrungen gewesen sei;aber er ging nicht darin auf: die Reflexion, daß er esauch nicht sein könne, die Neigung selbst, einem andernBeruf zu leben, schärfte sein Pflichtgefühl für diesen, derihm durch Geburtsrecht zu Theil geworden.

Wir mögen es nicht unerwähnt lassen, was er sel-ber sagt, daß er oft lieber der Morgenruhe noch genossen