von Epirus, der nicht auf ihre Klagen hören will, dieFrage vorlegt, warum er denn König sei, wenn er ihrnicht Hülfe schaffen wolle, scheint ihm ganz Recht zu haben.
Die Auffassung der königlichen Pflichten, wie sieFriedrich hegt, erinnert an die Vorstellungen, die in demältesten, nicht priesterlichen Staat der Welt, in China,nach den Aussprüchen der Weisen und Gesetzgeber desLandes, über die höchste Gewalt vorherrschten. DerFürst ist nach diesen die lebendige Vernunft der Dinge,seine Gewalt ist unumschränkt, aber nur um die Herrschaftder Ordnung zu realisiren. Der höhere Mensch, heißt esin den Unterhaltungen des großen Meisters ', muß Wohl-thaten erweisen, ohne verschwenderisch zu sein, Dienste undAbgaben fordern ohne Geiz; Würde und Majestät haben,ohne Ostcntation; wenn er verlangt, was vernünftig undnothwendig ist, wer könnte ihm darüber zürnen? Seelcn-größe gewinnt die Menge; Offenheit erweckt Vertrauen;wenn ihr thätig und wachsam seid, so gehen die Ge-schäfte gut, wenn ihr für Alle Interesse zeigt, dann fühltdas Volk sich glücklich." Es ist, als wenn man Fried-rich reden hörte.
Das Zurücktreten des religiösen Begriffes mußte ineiner energischen Natur das Bewußtsein des weltlichen
prervier serviteur 6e I'etst, rl e5t 1r!eu pour soutieuve
tuen Is äiguitö 6e son caraelere, ruais ou 6emau6e 6e lur yu'iltravaille eliicacemend pour le tuen äe t'älat et «zu'it xouverne auinoins avec attenlion tes prinei'psles sslsires. (leLtarn. polit.)
1. Das Buch Lun-yu; in Pauthiers Konfucius et Nencius 196.