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die mündlichen Resolutionen Friedrichs niederschrieb, diewichtigsten Anordnungen nach seiner Anweisung ausfer-tigte; ein Mann von einer unermüdlichen Arbeitsamkeit,die aus Liebe zur Sache und persönlicher Hingebungentsprang, scharfsinnig und einsichtsvoll, nur ein wenigpedantisch und nicht ohne eine zaghafte Scheu bei denunberechenbaren Bewegungen des Genius, den er vor sichsah. Wenn die Fremden dem König Schuld geben, erhabe nie auf Gegenvorstellungen der Minister geachtet, soerweisen die Acten das Gegentheil: zuweilen zeigt er sichsogar ungeduldig, daß er seinen Willen nicht durchsetzenkönne. Nur mündliche Berathungen vermied er je längerje mehr. Wenn er noch einen zweiten seiner Ministerbefragte, so hielt er doch nicht für gut, denjenigen,dessen Gutachten er zuerst gefordert, davon wissen zulassen, er besorgte, daß der Vorzug, den er dem einenvor dem andern gebe, Eifersucht und Entzweiung verur-sachen möchte. Überdies aber wäre dann leicht das Ge-heimniß, worin er die Seele der Geschäfte sieht, ver-letzt worden.
„Ich verberge", äußerte er einmal gegen einen seinerVorleser, „meine Absichten denen, die mich umgeben; ichtäusche sie sogar darüber; denn wenn sie vermutheten wasich im Sinne habe, so könnten sie davon sprechen, ohnedie Folgen zu ahnen; nur durch das Geheimniß kannich mich vor Schaden bewahren."
„Ich verschließe mein Geheimniß in mich selbst; ich