376 Claſl. XXVI. Von Gaͤrten.
chen/ ſo etwas niedrigerſeyn/ machen/ alſo doß ſich das Waſſer darvon verlie-ren und abziehen koͤnne. 81
7. Verlegung der Baͤume ſollt man/ wann es noch friſch/ mit Kuͤ-he⸗Koth und Laimen untereinander vermenget /beſtreichen hernach fleiſſig ver-binden vor Naͤſſe und den Regen zu bewahren/ ſo verwaͤchſt es wieder. 1
Wann die Baͤume vom Sturmwind oder ſonſt andern Dinge ſpaltenoder reſffen/ und Schiefer bekommen haben/ ſo ſolle man denſelbigen mitJoth/ Schaaf⸗und Saͤu Miſt zu⸗Huͤlffe kommen. nitg—
Item/ wann die Baͤume/ ſie ſeyen jung oder alt/ von ſchadhafften Thieren/Haſen/ Geiſen/ Boͤcken oder dergleichen venaget⸗ oder auch durch etwas an-ders die Rindebeſchaͤdiget worden iſt; ſo ſchneidet man das benagte/ oder be-ſchaͤttigte und geſplitterte alles biß auff das friſche hinweg/ machet zuvor eineSchmier von friſchem Laimen und Kuhe⸗Koth wol durcheinander vermenget/ſchlaͤgt ſolches um den ſchadhafften ₰ des Baumos/ druckt es fein wol hinan/verbindet es alſo mit einem umgeſchlagenen Lappen und Baͤndern/ ſo waͤchſetunter ſolchem Pfllaſter dem Baum wieder eine neue Rinde/ und heilet alſo gardarvon. 8“
Nota. Man ſolle zu beſagker Baum⸗Salbe nur ein Theil Laimen und
zween Theil Kuͤhe⸗Koth nehmen/ und ſolches beſagter maſſen unter-einander mengen. 17. Die Faͤulung der Baͤsme betreffend: So ſolle man ſpitzigen Wegrichmit Eſſig ſieden/ hernach mit Erden und außgebrannten Ofen Laimen/ darun-ter ein wenig Queckſilber alles untereinander vermenget/ damit ein Pflaſtergemacht/ und um den Schaden des Baums geſchlagen/ wie auch die Faͤulewol damit beſtrichen/ ſo vergehet ſie/ man mag es auch mit Rindern⸗Harnwaſchen/ iſt abſ onderlich dienlich darzu. b9. Die Unfruchtbarkeit der Baͤume kommet von vielen Urſachen her-vornemlich aber/ wann ein Baum untuͤchtig gepfropffet. Itei/ aus unzei-gem Beſchneiden der Nebenſchoß/ ſo von den Pfropff⸗Reiſern getrieben worden/welche can ſonſten vor dem dritten oder vierdten Jahr nicht beſchneiden ſolle.Wann demnach ein ſolcher junger Baum unzeitig beſchnitten worden/zwar jaͤhrlich bluͤhet/ aber keine Frucht bringet/ ſo ſolle man zu rechterzeit den-ſelbigen außheben/ ſeine Wurzel beſichtigen/ und alsdann in friſche Erde mitgutem Miſt umſetzen.
Oder aber/ da man denſelbigen nicht außheben wolte/ ſo ſolle man die groͤſteund ungeſchickteſte Aeſte oben herauß hinweg hauen/ und die beſten und glattenſtehen laſſen/ ſelbige hernach mit guten Reiſern auffs neue pfropffen.
Wann alte Baͤume unfruchtbar ſich erzeigen ſo kan man denſelbigen aufnachfolgende Weiſe zu Huͤlffe kommen.G 1. Man
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