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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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Claſſ MXVl. Von Gaͤrten. 575

1. Boͤcke/ Geiſe und Haſen/ ſo die Baͤume ſchinden/ zerbeiſſen/ undnagen/ kan manzwar am aller beſten den Garten mit einer guten Mauer/Brettern/ Wand oder Zaun verwahren/ und dieſelbige darvon abhalten;Weil aber bey einem groſſen Garten nicht wol muͤglich/ daß man allezeit deſ-ſelben Thuͤr huten koͤnne/ ſolle man derowegen die Baͤume/ fo man verſchonethaben will/ mit ſcharffen Dornen umbinden/ oder aber nachfolgender Geſtaltverwahren.

Mannimmt Hundskoth/ Geißkoth/ dieſe mit Geißharn vermiſchet/ undwie ein Brey gekochet/ darunter ein wenig Schwefel vermiſchet/ darmit dieBaͤume beſtrichen.

2. Maulwuͤrffe und Maͤuſe/ dieſe ſeynd nicht allein den Baͤumenkein Nutz/ ſondern auch andern Garten. Gewaͤchſen ſchaͤdlich/ will man nunſolche vertreiben/ kan ſolches am beſten auff nachfolgende Weiſe geſchehen:

Man nimmt lebendige Krebſe/ ſchiebet ſelbige in Maulwuͤrffe und Mauſe-Loͤcher/ ſo ſie demnach hinter ſich kriechen/ ſo fliehen die Maulwuͤrffe und Maͤuſedarvon; Wann aber die Krebie nicht leichtlich wieder herauß kommen/ ſonderngemeiniglich darinn bleiben undſſterben/ hernach ſehr ſtinckend werden/ ſo ver-treibet der Geſtanck das Ungeziefer. Dieſes muß man nun allenthalben imGarten thun/ und darmnit die Maulwuͤrffe ſamt den Maͤuſen herauß treiben.

Oder/ man graͤbet ein tieffes Loch in die Erde/ ſetzet einen tieffen verglaͤſtenHafen/ der unten weit/ und oben eng iſt/ darein wirfft ein todtes Hun/ oderTauben darein/ ſo gehet der Maulwurff demſelbigen nach/ undfaͤllet darein.

3. Ameirſen ſeynd auch den Baͤumen ſchaͤdlich/ dieſen kan man auff unter-ſchiedliche Weiſe vorkommen/ nachfolgender Geſtalt:

1. Wann man imn Fruͤhling die Baͤume mit Waaſen reibet/ ſo machtſolches die Rinde des Stammens bitter; Dieſes fliehen die Ameiſen/ undkommen nicht hinauff.

2. Wann man eichene Saͤg Spaͤhne nimmt dieſelbige um den Baumherum wirfft; Sofie nun beregnet werden/ ſo geben ſie ein ſchwartzes Waſſer/ſo den Ameiſen zu wider iſt.

3. Man ſchmieret die Baum⸗Staͤmme unten her mit Wagen. Schmier/Bech oder Vogel ·Leim/ ſo kriechen die Ameiſen nicht daruͤber; Wann es ver-trocknet/ muß man es neu wiederuͤber ſchmieren.

4. Wann man die Baͤume ſſeiſſig umhacket/ und mit fettem Erdrich be-SG ſo kommen die Ameiſen nicht zum Baum/ dann ſie ſliehen die friſcheErde.

5. Man ſtreuet auch Leder⸗Lohe/ mit Aſchen vermenget/ um dit Baͤumt/und dieſes muß man jederzeit auff den dritten Tag wiederholen/ damit es ſtaͤtig

einen ſtarcken Geruch behalte/ welchen die Ameiſen fliehen und meiden.Bbb ii 6. An-