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Der Wahnsinn in den vier letzten Jahrhunderten / nach dem Französischen des Calmeil bearbeitet von Dr. Rud. Leubuscher
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darauf setzte, zum Hexensabbat führte, ebenso ihrenMann. Die blosse Berührung des Stockes tödtete. Auchihre Tochter und die meisten Mitglieder ihrer Familiegehörten nach ihrer Angabe zur Ilcxeukorporation. lnjedem neuen Verhöre gab sic neue Namen von Hexenan, und deshalb stieg die Zahl der Scheiterhaufen aufeine so furchtbare Menge 1 ).

9. Hallucinationen und Prozess von Johanne Her-villiers. Sie wird in Ribeinont verbrannt. (1578.)

Dieser Prozess war die nächste Veranlassung, dassBodin sein Werk über die Zauberei schrieb; er hatteals königlicher Anwalt dem Prozesse beigewohnt. —Die Mutter von Johanne Hervillicrs war sch-on 1548als Hexe in Senlis verbrannt worden, und Johannemusste damals als Kind bei der Hinrichtung ihrer Mutterzugegen sein, und wurde dann noch als Hexe ausgepeitscht,

ln ihren Geständnissen, die sie frei und ohne auf die

Folter gespannt worden zu sein ablegte, erklärte sic,

sie gehöre dem Teufel schon seit ihrer Geburt; seit

ihrem zwölften Jahre habe sie sich einem Teufel hin-gegeben, der, gestiefelt, gespornt und den Degen an derSeite so oft zu ihr gekommen sei, als sie einen Wunschnach ihm gehabt habe. Er schlug ihr auch vor, siczur Mutter eines kleinen Teufels zu machen. Um zumHexensabbat zu kommen, wollte sie eine Salbe nöthiggehabt haben. Sie glaubte Schuld an mehreren Todes-fällen zu sein, zuletzt noch an dem Tode eines Bauern,den sie verwünscht hatte, obgleich sie noch währendder Krankheit dieses Mannes einen heftigen Streit mitdem Teufel gehabt haben wollte, von dem sie verlangte,er solle ihn doch wieder gesund machen. Als sie denTeufel bat, er möge doch den Umgang mit ihr abbreclien,

1) Lambert Däne au, Deux traites nouveaux tres utiles pource temps, le premier toucliant ies sorciers. ün Vol. in 12m».Ed. 1579. p. 10. p. 103. — Cf. Bodin 0- c.) p. 87. 88.