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Magens, des Uterus, der Leber auf das Gehirn denkenmüsse. Ein Bauer behauptete, einen Frosch im Magenzu haben ; von der Zeit an, wo er im Trinkwasser einigeFroscheier verschluckt haben wollte, versicherte er, ver-schiedene Male das Quaken eines Frosches gehört zuhaben; er fühlte ihn schwimmen, wenn er Wasser ge-trunken hatte; er fühlte ihn beim Brechen bis zum Schlundein die Höhe kommen; beim Stuhlgange waren ihm frosch-laichähnliche Massen abgegangen u. s. w. Im Uebrigenhatte der Mensch guten Schlaf, guten Appetit und Ver-dauung. Die Behandlung mit Kalomel, Rhabarber, An-timon u. s. w.; die List, einen Frosch in den Abtritt zustecken, war ohne Erfolg; er starb an Marasmus. Beider Sektion fand sich nicht weit vom Pylorus eine Hüh-nerei-grosse Geschwulst, nahe daran, zu ulceriren. —Ein junges Mädchen aus einer vornehmen Familie, dasbei reichlicher erhitzender Nahrung ein träges Leben ge-führt hatte, verliebt sich in einen jungen Mann niedererHerkunft, und wird, weil sich die Eltern der Verbindungwidersetzen, von heftiger Nymphomanie ergriffen. Hef-tige Wuth, aus den Schaamtheilen fliesst eine saure undkorrodirende Flüssigkeit. Innerhalb zehn Tagen wird siedreissig Mal venäsecirt und stirbt. Bei der Sektion zei-gen die Ovarien ein beträchtliches Volumen und sind vonErbsen-grossen Bläschen durchsetzt (Hydatiden). DieKlitoris ist sehr gross. — In einem dritten Falle, beieiner Nonne, die mehrere Anfälle von Nymphomaniedurchgemacht hatte und in einem starken Anfalle wie anErstickung gestorben war, war das Ovarium so dick wieeine Faust und von einer klebrigen Flüssiekeit erfüllt;die entsprechende tubu Fallopii war ebenfalls erweitertund kallös. Der Ausbruch des Deliriums wurde hier derAnhäufung von Saamenflüssigkeit in dem turgescirendenOvarium zugeschrieben. — Die mangelnde Untersuchung desGehirns macht diese drei Fälle, wie auch die übrigen mitge-theilten Beobachtungen über Hypochondrie unvollständig x ).
1) Boneti Sepulchret. Tom, 1. j>. 226 et sqq.