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Der Wahnsinn in den vier letzten Jahrhunderten / nach dem Französischen des Calmeil bearbeitet von Dr. Rud. Leubuscher
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Jesuiten. Der Zug begab sich auf eine für diesen Zweckerrichtete Bühne, 84 Fuss laug und eben so breit; manpflanzte dort ein Kreuz auf, welches, von grossen Feuernbeleuchtet und von Dienenden des Ordens bewacht, dieganze Nacht dort stehen blieb. Mit dem Anbruch desTages begann die Exekution. Zuerst kamen ein undzwanzig Personen, Männer und Weiber, in Bussgewän-dern, mit blossem Kopfe, ohne Gürtel, eine Wachs-kerze in der Hand; sechs von ihnen hatten einen Strickum den Ilals, als Zeichen, dass sie ausgepeitscht wer-den sollten (alle diese waren nicht der Zauberei ange-klagt; es waren darunter Einige der Blasphemie, sechsdes Judenthums, einer des Mohamedanismus angcklagt, einLutheraner u. s. w.). Dann kamen ein und zwanzigAndere (darunter 18 mit der Kirche wieder ausgesölmteHexenmeister) im sein beniio, mit der grossen bemaltenPapiermütze auf dem Kopfe, eine Kerze in der Hand,Einige wieder mit einem Stricke um den Hals. Danukamen fünf Bilder von Todten (s. oben) mit denKasten, in welchen sich ihre Gebeine befanden, endlichnoch fünf Andere im sein beniio } mit der Mütze auf demKopfe, bei denen die Strafe früher schon gemildert(<jui avuieni eie eiutrcfois re/axees ), die jetzt verbranntwerden sollten. Neben Jedem gingen zwei Iluissiersdes Ordens, Alles in der schönsten Ordnung; dann ka-men vier Sekretäre, und endlich ein Maulesel mit einemschwarzsammetnen Koffer bepackt, welcher die verschie-denen Sentenzen einschloss. Bei der Bühne angekom-men, fing man an, die Proceduren zu verlesen, undüberlieferte dann die Schlachtopfer; am ersten Tagekonnte man nur mit elf fertig werden; so ausserordent-lich waren die Verbrechen, dass man den ganzen Tagvom Morgen bis zum Abend brauchte, um sie aufzu-zählen.

Am Montag darauf wurde bei den übrigen der He-xerei Angeklagten die Exkommunikation wieder aufge-hoben. So nahm der älteste Inquisitor der Marie vonJurreteguia das Gewand sein beniio ab: er nehme es von