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Donnerstao-, um ncuti Uhr Abends, stellte mir Bohcmotmein ganzes Leben seit sechs Jahren vor durch eineStimme, die in meinem Kopfe redete (pur une locution,(pCU faisait da ns ma töte ); besonders sprach er viel überdie Zeit meiner Besessenheit und über das seltsame Ge-misch von meinem Geiste mit dem seinigen *). DieseFolge von Symptomen ist zu charakteristisch für denWahnsinn, als dass man hier noch an Simulation denkenkönnte. Auch andere Nonnen gaben an, dass eigentlichein Anderer in ihrem Innern die Worte zu sprechenscheine, die sie selbst während ihrer Anfälle und währendder Exorcismcn laut werden liessen.
Urban Gratulier also sollte der Urheber der verschie-denen Zufälle sein; er sollte die Teufel in die Leiber derNonnen hincingeschickt haben. Im Anfänge konnte ersich über die Anklagen leicht hinwegsetzen; man wagtenoch nicht, auf Grund dieser Aussagen einen Prozess ge-gen ihn zu beginnen. Der Bailli und der Civillieulenantvon Loudun wiesen entschieden alle möglicherweise ge-gen Gratulier daraus hervorgehen den Verdacht sgründezurück. Der Erzbischof von Bordeaux befahl, die Beses-senen von einander zu trennen und unter die Aufsichtvon Aerzten zu stellen und genau zuzusehen, ob die derBesessenheit zugeschriebenen Zufälle nicht willkührlichhervorgerufen seien. Im Sommer 1633 änderte sich dieSache. Eine Menge von neuen Nonnen wurde von demUcbcl befallen; die Bemühungen der Exorcisten steiger-ten die Zufälle, von allen Seiten strömten Neugierigezusammen, und der Staatsrath von Laubardemont, eineKreatur Richelieu’s, der nach Loudun geschickt wordenwar, um das Fort der Stadt schleifen zu lassen, über-nahm die Leitung des Prozesses. Er hatte sich zu die-sem Zwecke mit unumschränkter Vollmacht ausrüstenlassen. Am 31. November 1633 wurde Grandicr in’SGefängniss geworfen. Er wurde auf jede mögliche Weisegequält, um Geständnisse zu erpressen, er blieb fest und
n Ilistoirc des diablcs l>. 374.