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Steinen herunterstürzte, ohne dass sic sich aber den ge-ringsten Schaden gethan hätte 1 ), so dass sie mit etwasSchreck und Betäubung davonkam. —- Ein anderes Malbefand sich Marie in einer Art von Ecstase, und als dergerade anwesende Bischof dem Teufel befahl, von ihrfortzugehen, verfiel sie in grosse Wuth und Zuckungen,und der Teufel warf sie in seinem Ingrimm so schnellwie der Blitz mit dem Gesicht und der einen Hand in’sFeuer. Als man sie herauszog, war Nichts verbrannt. —Die Schwester du Saint - Sacremeut wurde von ihremDämon Putiphar bis auf den Gipfel eines sehr hohen Maul-beerbaums verlockt, so dass sie, aus der Ferne angesehen,wie ein Vogel darauf zu fliegen schien. Dann enthüllteer ihr auf einmal die Gefahr, in der sie schwebte; siefing aus Furcht an zu schreien. Der Dämon aber licsssie sicher wieder herunterklettern. — Marie du Saint -Esprit Avollte sich in einen tiefen Brunnen stürzen. —Die Konvulsionen und Verdrehungen des Körpers, anwelchen die armen Nonnen zu leiden hatten, waren fürch-terlich. Die Schwester du St. Laurent blieb manchmalgegen eine Stunde mit geringen Unterbrechungen in Formeines Bogens stehen, den Kopf bis zu den Fersen zurück-gebogen; sie war vom Dämon Behemot besessen; ebensodie Schwester du Sauveur, in welcher ein gewisser As-modeus steckte. — Der Louise de l’Ascension wurdenhauptsächlich zur Zeit der Beichte oder der Kommunionvon ihrem Dämon Orphaxat zwei oder drei Stunden täg-lich alle Glieder auf das scheusslichste verdreht und ihreSinne genommen; er warf sie auf die rechte Hüfte oderden Bauch, so dass sie die Erde höchstens mit einerOberfläche von vier Zoll berührte, während der übrigeKörper in der Luft schwebte, beide Arme ausgestrecktund nach hinten von unten nach oben gekrümmt, denKopf nach hinten zurückgebeugt fast bis zu den Lenden,so wie man die Sirenen abmalt, die Füsse und Beineebenso nach hinten nahe am Kopfe, ohne dass aber irgend
1) Bos rog or p. 242.