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sollten Nichts fürchten, und mit unerschütterlichem Muthegingen sie dann vorwärts; „es war mir”, wie sich Einerausdriickle, „als wenn ich von Eisen wäre oder als wennmeine Feinde Arme von Wolle hätten. Kinder von 12Jahren schlugen unter dem Einflüsse solcher Worte rechtsund links um sich, wie ergraute Kriegshelden; wer kei-nen Degen oder Gewehr hatte, brauchte eine Stange oderSchleuder, und in der Sicherheit des göttlichen Schutzeskümmerte uns ein Hagel von Kugeln so wenig, als wennes ein gewöhnlicher Hagel gewessn wäre” ').
Die häufigen Ilallucinationen des Gesichts und Gehörsbei den Inspirirten hatten dem Charakter ihrer Ideen ent-sprechend denselben Charakter der Ueberschwänglichkeit.Sie sahen ganze Schaaren von Engeln am Himmel in
weissen Gewändern untereinander und Kegen menschliche
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Heere kämpfen. In entlegenen Gegenden, wo kein Menschin der Nähe sein konnte, klangen Einzelnen wunderbareTöne aus der Höhe an das Ohr a _).
Die Reden, welche die Theomanen hielten, warennicht immer so deutlich, wie bei Elie Marion, dessenImprovisationen einen halben Band anfüllen, und hei deinjeder Satz ein vollgültiges Zcugniss von der Exaltationund Abschweifung seiner Phantasie ablegt; bei Einzel-nen verstand man kein Wort; sie schienen in einer ganzfremden und unverständlichen Sprache zu reden.
Einzelne Fälle können mit einem Zustande von So-mnambulismus verglichen werden. Ein schlagendes Bei-spiel dafür ist Isabeau Vincent, genannt la bergere duCret. Sie war in der Schule von Pcyra gebildet wordenund hatte seit ihrem siebzehnten Jahre sich in der gan-zen Provinz durch ihre Inspirationen berühmt gemacht,und ganzen Kantonen die Gabe der Prophezeiung ver-liehen. Ihr Delirium starb später ab, als man sie zwangordentlich zu essen und zu schlafen, und sie wurde ka-tholisch. In ihren Anfällen war sic zuweilen in eine so
1) Thdätrc sacre etc. |>. 119.
2) 1. c. i>. 30, 56, 103.