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aus, bis ilie Wundfläche vollkommen rein war; sie tran-ken das Wasser, in dem sie die von Eiter vollgesogenenKompressen gewaschen hatten. Sie bebten selbst davorzurück, aber ein übernatürlicher Trieb zwang sie, undihr Widerwille verschwand, sobald sie sich entschlossenhatten, zu gehorchen 1 ). Sie suchten ferner das Schau-spiel der Leiden Christi darzustellen: „Sie hielten ihreArme unbeweglich ausgestreckt, als wenn sie am Kreuzehingen; ein lebhafter Schmerz malt sich auf ihren Zügen,die Blässe des Todes bedeckt ihr Gesicht, der Glanz ihrerAugen scheint zu erlöschen und der Kopf sinkt auf ihreBrust nieder 2 ). Einige gingen noch weiter; sic Hessensich wirklich mit Stricken festbinden und blieben län-gere Zeit in der Stellung des Gekreuzigten; sie Hessenihre Hände und Füsse mit grossen eisernen Nägeln amHolz befestigen, sich die Zunge und andere Glieder durch-bohren, und hatten während dieser Leiden doch noch dieKraft, die Umstehenden zur Gottesfurcht zu ermahnen” 3 ).Die Konvulsionärc Nisette oder Denise Hess sich an denFüssen aufhängen und blieb in dieser Stellung ungefährdreivicrtel Stunden. Ein anderes Mal Hess sie sich, wäh-rend sie auf ihrem Bette lang ausgestreckt war, 2400 Malvon vier Männern in die Höhe reissen und gewaltsamwieder zurückstossen; einmal Hess sie sich Arme undFüsse auf dem Rücken zusammenbinden, und währendsechs Männer ohne Unterlass auf ihren Rumpf schlugen,musste ihr ein siebenter die Luftröhre eine Minute langzusammendrücken; sie blieb dann lange Zeit regungslosliegen , und die blaurothe und angeschwollene Zunge tratihr weit aus dem Munde. Am 9. März 1633 Hess siesich mit einem Stück Holz auf den Kopf schlagen, dann
O Poncet, 7 " lettre theologique. Montgeron Tom. 2. p. 22erzählt einen merkwürdigen Pall von einem Kinde, das nahedaran war, au einem Zehrfieber zu Grunde zu gehen , das aberunter solcher Behandlung von seinen Geschwüren vollkommenbeireit wurde.
2) Montgeron Tom. 2. p. 29.
3} Dulaure, Hist, de Paris. Tom. 7. p. 436.
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