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waren es besonders Konvulsionen, bei Frauen allgemeineKrämpfe, mit einer Menge von andern Symptomen derHysterie verbunden; bei andern Kranken, bei halb Ge-lähmten kamen die Krampfanfälle mehr in Form einzel-ner Stösse und auf einzelne Glieder beschränkter Zuk-kungen. Schon nach wenigen Monaten war der Kirch-hof überfüllt; die Konvulsionärs lagen schon auf den be-nachbarten Strassen umher; junge, chlorotische Mädchen,Frauen, Kinder aus den niederen Volksständen, leiden-schaftliche Appellanten unterlagen zuerst und vorwaltenddem Einflüsse des psychischen Kontagiums. Weil dasUnwesen zu arg wurde, liess der König am 24. Januar1732 den Kirchhof von St. Medard schlicssen; die be-rüchtigtsten Konvulsionärs wurden in die Bastille, imBicötre eingeschlossen, aber gerade das Verbot trug vieldazu bei, das* Ucbel zu steigern und weiter zu ver-breiten ; sie betrachteten sich als ungerecht duldendeSchlachtopfer und versammelten sich heimlich. DieKrankheit ging auch über Paris hinaus; man fand baldin Troyes, in Corbeil ebenfalls Konvulsionärs; überallglaubte man durch die Kraft und die Vermittelung desheil. Paris Krankheiten heilen und Wunder thun zukönnen. —• Bei längerer Dauer der Krankheit musstenauch die einzelnen Symptome eine Steigerung erleiden.Wir finden seit 1732 unter den einfachen Konvulsionenauch kataleptische Erscheinungen; die immer steigendeErregung des Gehirns verleitet die Kranken, sich allemögliche Martern aufzuerlegen; sie fangen an zu pre-digen u. s. w. Einzelne wollen Missionen ausrichten,um die Juden zu bekehren, um durch das ganze Landdie Reform zu verkünden, welche der gesammten Chri-stenheit bevorstehe; Andere prophezeien im Namen desheil. Geistes, und selbst Priester hören ihnen auf ihrenKnieen zu 1 ); ein Theil scheut sich nicht, sich vor der
1) Einzelne von diesen Schwärmern hatten eine grosse Mengevon Anhängern; so Vaillant gegen 1736 in der Provence. SeineAnhänger liiessen Vaillanlistes oder Eliseens, weil er sich fiirden Propheten ansgub. Dann galt es Augnstinistes, Fignri.-tes,Discernans u. s. w. CCf. Gregoire p. 382.) L.