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durchstach man ihn mit einem Pfahl, nahm das Ilerzheraus, weil man meinte, dass er nicht verbrennenkönnte, bis mau das Ilerz herausgenommen *). In demBuckinghamschen Territorium erschien ein Gestorbenerkörperlich seiner Frau drei Nächte hintereinander unddann seinen Verwandten. Man vertheidigte sich gegenseine schreckenerregenden Besuche dadurch, dass manLärm machte, wenn man merkte, dass er kommenwollte. Auch am Tage erschien er mehreren Personen.Der Bischof von Lincoln rief einen Conseil deshalb zu-sammen , wo man darin übereinkam, dass es nach alterSitte das beste Gegenmittel sei, den Körper des Ge-spenstes zu verbrennen 1 2 ). Bartholin erzählt von denDänen, den Irländern, wie überhaupt bei den Völkerndes Nordens vorzugsweise diese Sage vorkommt, mehrereBeispiele dieser Erscheinungen. Ein Irländer, Namensllordus, sah mit seinen körperlichen Augen Gespensterund schlug sich mit ihnen herum. Es war allgemeineSitte, diese Gespenster mit Gewalt anzugreifen; so schnittman einem Gespenst, Namens Gretter, den Kopf ab;andern rannte man einen Pfahl durch den Leib und na-gelte sie an die Erde fest, oder verbrannte den aus demGrabe genommenen Körper. So z. B. einen gewissenGardus, den man für die Ursache der Erscheinungenhielt, die einen ganzen Winter lang die benachbartenBewohner gequält hatten 3 ).
Man sieht, dass der Gespensterwahn in den nörd-lichen Ländern Europa’s ebenso endemisch war, wie derTeufelswahn in den südlichen; hier wie dort gaben Il-lusionen und Hallucinationen den individuellen Fällen dieBestätigung des allgemein verbreiteten Glaubens.
Der Vampirismus erscheint als eine Varietät desGespensterwahns. In einer Mittheilung' von 1693 inCalmet heisst es: Die Oupirs oder Vampirs kommen
1) D. Calmet, Traite sar | e s appaiitions, les esprits etc. Tom. 2.p. 85.
2) Iliid. Tom. 2. p. 84.
3) Iliid, p. 82.