Johann Georg Hamann.
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bracht, die Andere auf Deine Rechnung ver-zehren, um aus Deinen starken MahlzeitenDein Leben wahrscheinlich zu machen. Soeckel Du bist, nimmst Du doch mit allem fürlieb, wenn man nur nicht leer vor Dir er-scheint. Ich werfe mich wie der Philosoph zuden erhörenden Füßen eines Tyrannen. MeineGabe besteht in nichts als Küchlein, von denenein Gott, wie Du, einst barst. Uebcrlaß siedaher einem Paar Deiner Anbeter, die ichdurch diese Pillen von dem Dienst DeinerEitelkeit zu reinigen wünsche.
Weil Du die Züge menschlicher Unwissen-heit und Neugierde an Deinem Gesichte trägst,so will ich Dir beichten, wer die Zween sind,denen ich durch Deine Hände diesen frommenBetrug spielen will. Der erste arbeitet amStein der Weisen, wie ein Menschenfreund, derihn für ein Mittel ansieht, den Fleiß, die bür-gerlichen Tugenden und das Wohl des gemeinenWesens zu befördern. Ich habe für ihn in dermystischen Sprache eines Sophisten geschrieben:weil Weisheit immer das verborgenste Geheim-niß der Politik bleiben wird, wenn gleich dieAlchymie zu ihrem Zweck kommt, alle die Men-schen reich zu machen, welche durch des Mar-quis von Mirabea» fruchtbare Marimen bald!Frankreich bevölkern müssen. Nach dem beuri-gen Plan der Welt bleibt die Kunst, Gold zumachen, also mit Recht das höchste Prasset undhöchste Gut unserer Staatsklugen.
Der andere möchte einen so allgemeinenWeliweisen und guten Münzwardein abgeben,als Newton war. Kein Theil der Kritik istsicherer, als die man für Gold und Silber er-funden hat. Daher kann die Verwirrung indem Münzwesen Deutschlands so groß nicht seyn,als die in die Lehrbücher einqeschlichcn, so un-ter uns gäng und gebe sind.
Weil diese Küchlein nicht gekaut, sonderngeschluckt werden müssen, gleich denjenigen, sodie Evsmische Familie zu Florenz in ihr Wap-pen aufnahm, so sind sie nicht für den Ge-schmack gemacht. Was ihre Wirkungen anbe-trifft , so lernte bey einem ähnlichen Gefühlderselben Bespasian zuerst das Glück DeinesNamens erkennen, und soll auf einem Stuhl,der nicht sein Thron war, ausgerufen haben:Wie ick glaube, werve ick zum Gott!
An die Zween.
Das Publikum in Griechenland las die Denk-würdigkeiten des Aristoteles über die Naturge-schichte der Lkiere, und Alexander verstand sie.
, Wo ein gemeiner Leser nichts als Schimmelsehen möchte, wird der Affcct der FreundschaftIhnen, Meine Herren, in diesen Blattern viel-leicht ein mikroskopisch Wäldchen entdecken.
Ich habe über den Sokrates auf eine sokra-tische Art geschrieben. Die Analogie war dieSeele seiner Schlüsse, und er gab ihnen dieIronie zu ihrem Leibe. Ungewißheit und Zu-versicht mögen mir so eigenthümlich seyn, alssie wollen, so müssen sie hier doch als ästheti-sche Nachahmungen betrachtet werden.
In den Werken des Lenopfton herrschteine abergläubische, und in Platons eine schwär-ineriscbe Andacht: eine Ader ähnlicher Empfin-
dungen läuft daher durch alle Theile dieser mi-mischen Arbeit. Es würde mir« am leichtestengewesen seyn, den Griechen in ihrer Freymü-thigkeit hierin näher zu kommen; ich habe mich5 aber bequemen müssen, meiner Religion denSchleycr zu borgen, den ein patriotischer St.John und platonischer Shafte sbury fürihren Unglauben und Mißglauben gewebt haben.
Sokrates war, meine Herren, kein gemei-10 ncr Kunstrichter. Er unterschied in den Schrif-ten des Heraklikus dasjenige, was er nicht ver-stand, von dem, was er darin verstand, undthat eine sehr billige und bescheidene Vermu-thung von dem Verständlichen auf das Unver-15 ständliche. Bey dieser Gelegenheit redete So-krates von Lesern, welche schwimmen könn-ten. Ein Zusammenfluß von Ideen und Em-pfindungen i» jener lebenden Elegie vom Phi-losophen machte desselben Sätze vielleicht zu ei-20 ner Menge kleiner Inseln, zu deren Gemein-schaft Brücken und Fähren der Methode fehlten.
Da Sie beide meine Freunde sind, so wirdmir Ihr partheyisch Lob und Ihr partheyischerTadel gleich angenehm seyn. Ich bin rc.
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Einleitung.
Der Geschichte der Philosophie ist es wieder Bildsäule des französischen Staatsministers30 ergangen. Ein berühmter Künstler zeigte sei-nen Meiffel daran; ein Monarch, der Nameeines ganzen Jahrhunderts, gab die Unkostenzum Denkmal und bewunderte das Geschöpf sei-nes Unterthanen: der Scytbe aber, der auf sein35 Handwerk reisete, und, wie Noah oder der Ga-liläer des Projektmachers Julian, ein Zim-mermann wurde, um der Gott seines Volkszu seyn, dieser Scythe beging eine Schwachheit,deren Andenken ihn allein verewigen könnte.40 Er lief auf den Marmor zu, bot großmüthigdem stummen Stein die Hälfte seines weitenReichs an, wenn er ihn lehren wollte, die an-dere Halste z» regieren. Sollte unsere HistorieMythologie werden, so wird diese Umarmung45 eines todten Lehrers, der ohne Eigennutz Wun-der der Erfüllung gethan, in ein Mährchenverwandelt seyn, das den Reliquien von Pyg-malions Leben ähnlich sehen wird. Ein Schö-pfer seines Volkes in der Sprache unseres50 Witzes wird nach einer undenklichen Zeit ebenso poetisch verstanden werden müssen, als einBildhauer seines Weibes.
Es giebt in dem Tempel der Gelehrsamkeitwirklich einen Götzen, der unter seinem Bilde55 die Aufschrift der philosophischen Geschichteträgt, und dem es an Hohenpriestern und Le-viten nicht gefehlt. Stanley und Bruck erhaben uns Kolossen geliefert, die eben so son-derbar und unvollendet sind, als jenes Bild der60 Schönheit, das ein Grieche aus den Reißenaller Schönen, deren Eindruck ihm Absicht undZufall verschaffen konnte, zusammensetzte. Mei-sterstücke, die von gelehrten Kennern derKünste immer sehr möchten bewundert und qc-05 sucht, von Klugen hingegen als abenteuerlicheGewächse und Chimären in der Stille belacht,oder auch für die lange Weile und in theatra-lischen Zeichnungen nachgeahmt werden.
Weil Stanley ein Brittc und Bruckcr