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Johannes von Müller.
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seinen Gott und seinen Vater finden, und heben, daß selber Unglück und Leiden keine Ver-
Sonne und Regen, und die Früchte des Milderung in seiner Natur erzeugen, sondern
Thals und die Früchte der Berge höher achten im Gegentheil ihm wesentlich, zum Besten und
und weiser benutzen, als wenn es Gott nicht dafür dienen, durch sie die Kraft seiner Liebe,
kennte. 5 seines Vertrauens und seines Dankes zu läutern
Es wird sich, wie seine Mutter, dahin er- und zu bewähren.
Johannes von Müller.
Geschichte der Lurgun-ischen Kriege.
(Marsch Karls des Kühnen ) In
den ersten Tagen des tausend vierhundert sechsund siebenzigsten Jahres musterte Karl, Herzogvon Burgund, bei Nanc>>, welche Stadt er 25mit ganz Lothringen erobert hatte, ein ausge-wähltes, wohlgerüstetes und bis zu Pracht undUeberfluß versehenes Heer von dreißigtausendMann. Er beschloß, dasselbe durch die oberenLande und über den Berg Jura zu führen, jen- 30seit dessen er Verstärkungen zu erwarten hatte.Alsdann würde ihm leicht sein, sowohl denGrafen von Romont, als eigene Beleidigungenan der Schweiz zu rächen, und jener starkenund hohen Lagen und kriegerischen Völker sich 35zu bemeistern. Diese würden ihm nicht nurüber jene strafbaren Städte, welche den VogtHagenbach getödtet, sondern über die Mengeoberteutschcr und italienischer Staaten, ja seinengrößten Feind, König Ludwig den Eilften, ent- 40schiedenes Uebergewicht geben. Dieser Gedankewar der Größe seiner Entwürfe so gemäß, daßer die leichtere Unternehmung wider die abgefal-lenen Pfandschaften verschmähete, Simon vonCleron und andere vermittelnde Räthe der Furcht- 45samkeit beschuldigte und König Ludwigs War-nung vor den Schweizern dem Neid über seinGlück zuschrieb. In der That ist ungewiß, obder König an der Slandhaftigkeit oder demGlück der Schweizer gezweifelt, oder ob er, 50sicher hierüber, den Herzog nur bewegen wollte,seine ganze Macht auf Einmal zu wagen.Karl, voll Zorn und Muth, wurde durch denWiderspruch in seiner Meinung fester.
Auf brach er am vierzehnten Jänner; zu 55Bcsanxon war er im achten Marsch. Da warjene ungemein zahlreiche schöne Artillerie, durchdie er lang die niederländischen Städte in Ge-horsam gehalten, durch welche Lüttich siel undLothringen erobert wurde; voran, zum Schre- 6l)cken, zwei ungeheure Kanonen. Er brachte dengrößten Theil seines Hofes, die altberühmtePracht seines Vaters, von ihm selbst königlichvermehrt, die ganze Dienerschaft im höchstenGlanz; die Menge der Kaufleute und lustigen 65Dirnen ?dg mit dem Heer, wie wenn es aufeinen Bacchtschen Freudenzug, nicht wider dieHelden von Sempach und raupen auf crnstcW affenthaten ginge. Dieses, halte Karl so be-
fohlen, weil er aus dem reichen Italien großenZusammenfluß der Fürsten und Krieger, undnach Bestrafung der Schweizer einen wohl nichtgefährlichen Zug in die südlichen Länder erwar-tete. Schon zu Besanxon war Prinz Fried-rich von Tarento, Sohn des neapolitanischenKönigs Ferdinand, an der Spitze von fünfzehn-tausend Maipn, seines Alters im vier und zwan-zigsten Jahr, tapfer und klug, bereit hervorzu-leuchten, auf daß er seiner Erbtochter würdigerscheine. Es ist von vielen aufgezeichnet wor-den, wie die Eidgenossenschaft, erstaunt underschrocken, durch zwei Gesandtschaften um Friedeund einen iwenn er wolle, ausschließlichen! Bundgebeten habe; wobei gesagt worden, es sey mehrGold an den Spornen und Gebissen der bur-gundischen Pferde, als im ganzen Schweizer-land. Freilich war an solchen Zierden der Her-zog reicher als an baarem Geld. Wie er denndurch die Größe des Aufwandes genöthig^wurde, eine beträchtliche Summe, welche durchbußfertige Andacht seit vielen Jahren auf denoft versprochenen Kreuzzug wider die Türkenoder Mamluken zu Auxonne niedergelegt war,nicht ohne Aergerniß, in seine Kriegerasse i"ziehen. Die Stimmung der Schweizer verriethkeine Furcht.
(Anstalten der Schweizer) Als d
burgundischc Marsch durch das Gerücht »e s.kündigt wurde, vernahm zugleich Markgr"Rudolf, aus dem Hause Baden, Herr zu Neul^chatel, daß er durch den starken Paß bei d-Thurm Bayards, durch sein Land, gehen wer 'Sofort entbot er von Snsenberg und Rötfünfhundert seiner badischcn Unterthanen-selbst begab sich nach Bern, wo er in äußertBewegung des Gemüthes die Noth vm.1burgundischcn Lehen, die Noth umHerrn von Badcnweiler, seinen Sohn, "sbei dem Herzog war, seine Treu an der ^mit welcher er in Burgrccht stand, dem grRath mit gänzlicher Hingebung vortrug-, ^kannte die Eidgenossen und glaubte '»eh 'das Glück ihres Feindes. Nach kurzemschlag beschlossen die von Bern, die BurgStadt Neufchatel durch einen ihrer bestenleute mit zweihundert Mann voneben so vielen Solothurnern und Hunden