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Johannes von Müller.
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ter, des Raths von Bern, abgeschlagen. Erdrohete, die Besatzung hängen zu lassen, abersie erwiderte, weder ihn noch den Herzog zufürchten. So über Riviere, vorbei den Schuttvon Joigne, vorbei die Trümmer von Orbe,nach Granson, wo die ersten Feinde wartz.ii;die Macht überschwemmte das romanische Land.Lausanne, welche Stadt mit Bern freundschaft-lich zu leben pflegte, wurde durch fünfzehntausendItaliener, welche unter dem Prinzen von Ta-rent Nicolaus von Campobaffo führte, zurUebergabe gezwungen. In die Stadt Genf,welche von den Eidgenossen Sicherheit erkauft,kam eines Morgens, mit nur dreißig Pferden,der Gras von Romonl, sie dessen zu strafen;so daß ansehnliche Bürger und Räthe schmäh-lich und grausam hingerichtet wurden. Ineinem großen halben Monde, von dem Ausgangdes Thals der Orbe über Baumes, über St.Croix, bis gegen Vaurmarcus, und am Fußeder Höhen bei Granson lag die burgundischeMacht. Sie war über funfzigtausend Mannstark, in einem Lager, das den Glanz und Ue-berfluß einer großen Handelsstadt oder einerResidenz darstellte, und von einem in der Mitteliegenden Hügel übersehen wurde. Auf diesemwohnte Karl, in der Pracht eines morgenlän-dischen Potentaten; er im Hochgefühl seinerUebermacht, sein Volk, das, welches Lüttichbrach, Frankreich gedemüthigl und Lothringenerobert, voll Zuversicht.
Sogleich ließ er Sturm laufen, verlor aberzweyhunderc Mann- Da schalt er sein Volk.Im zweyten Sturm wurde nach dreystündigerGegenwehr die Stadt gebrochen. Die Besatzung,unter Georg von Stein, achthundert Mannstark, schlug sich, mit Verlust vieler tapfererMänner, durch die Feinde auf die Burg. Diesewurde Tag und Nacht beschossen; der Herr vonStein erkrankte gefährlich; dem ersten Büch-senmcister nahm eine Kugel den Kopf hinweg.Ein Zufall entzündete drey Pulverfäßchrn, dienicht ohne vieler Leute Schaden aufflogen. DerProviant nahm ab, so daß nur Habermus übrigblieb.
In denselbigcn Tagen kam Nicolaus vonScharnachthal, Ritter, Schultheiß von Bern,mit der Stadt Banner und bei achttausendMann in die Stadt Murten; mit ihm der vor-treffliche Feldhauptmann Hanns von HaUwyl,wohlbekannt Matthias Corvinen und GeorgenPodicbrasky, den heldenmüthigen Königen. VonFreiburq führte der Schultheiß Peter von Fau-cigny. fünfhundert Mann, achthundert Solo-lhurner Konrad Vogt, zweyhundert Vieler Pe-ter von Römerstall. Dringender nun mahnteBern die eidgenössischen Städte und Länder,den Erzherzog, die niedere Vereinigung undLudwig den Eilften. Jene baten sie, vor derUebermacht sich nicht zu entsetzen, und einge-denk zu seyn, daß das Heil ihrer Brüder, derBcrner, au diesem Lage hänge; den König,zu erwäge,,, auf ivas für Auskunftmittel Ver-lassenheit sie bringen könnte. Die Eiogcnossen,alt und neu, waren auf. Um Eins baten jene:nicht mit Belagerungen sich einzulassen, sonderndem Feinde, wo er immer sey, entgegen zugehen. Von Straßburg bis Jnöbruck und inden Gotthard bewegte sich das ganze Land;
etwas langsam, weil doch der Armuth manchesfehlte. Die nächsten Reichsstädte gaben Hoff-nung. Der König lauerte, wie die Sache sichanlassen werdö.
5 (Einnahme von Granson.) Aber vonder belagerten Burg waren zwei Soldaten beiNacht über den See und bis Murten und Berngekommen, die gefahrvolle Lage der aus fünf-hundert Stücken ohne Unterlaß beschossenen10 Burg und einer bald aller Nahrung mangeln-den Besatzung auf das lebhafteste vorzustellen.Viel Mundvorrath war von Bern auf dieWege der anziehenden Eidgenossen gesandt; beiMurten fehlten hinreichende Mühlen; das Heer15 hatte ausdrücklichen Befehl, vor der Ankunftanderer Eidgenossen das Vaterland nicht zuwagen- Also versuchte der Schultheiß, durchvier Schiffe unter Heinrich Dittlinger einigeErfrischung und stärkende Nachricht in Granson20 zu bringen; allein zu Wasser wie zu Land um-gab den Ort das größte Heer, das je diesenBoden betreten; so daß Detllinger nur durchTrommeln seinen Willen der Besatzung zu er-kennen geben, diese durch einen Tanz auf den25 Zinnen iAusfall war unmöglich) den Gruß zuerwiedern vermochte. Man sah die zerschossenenWehren, die durchlöcherte Mauer, den gefalle-nen Thurm, den gegenwärtigen Tod; indemder Herzog, unwillig vor dem elenden Schloß30 zehn Tage verloren zu haben, den allerange-strengtestcn Sturm gebot.
Man beobachtete von der Burg die Zurü-stung desselben: mit nicht einerley Augen. Hann-sen Wyler, welcher nach dem Abschied Georgs35 von Stein in dem Schloß kommandirte, sankder Muth; er sprach von den ganz verschiede-nen Zeilen; Schweizerkriege, wie dieselben alten,widerstreben der gesunden Vernunft; die Machtsey zu groß; man müsse sich fügen, und bessere
40 Zeiten abwarten; Tollkühnheit wäre Selbstmord-Jhm widersprach Hanns Müller, welcher m'tder Besatzung von Jverdun hinüber gekommenSie redeten so. Der Herzog forderte am-„Wenn sie ihn hier länger aufhallen, so soll ißt45 Lohn am Galgen seyn." Geantwortet würdnach dem Sinn der Mehrheit: „Nur Ein M>t- 'tel sey, in diese Burg zu kommen: Bcfeßder Eidgenossen, sie zu öffnen." Da , kam abdem Lager ein burgundischer Edelmann,
50 von Ronchant, der auch vorhin sich inSchweiz herumgetrieben, redete mit ihnen Temievund, wie sie meinten, herzlich. „Aus ihreschönen Antwort, solcher Männer würdig, ^kenne er den traurigen Irrthum, daß sie gla55 den, jetzt noch von den Eidgenossen Befehle ^warten zu können. Habt ihr jenen Stauch,Nöthe am Himmel, dort über dem Berg jE,gesehen? Freiburg ist hin. Es wurderascht; da sind weder Schultheiß und R60 noch Pfaffheit und Mönche oder Bürger ^Weiber oder Kinder verschont worden, sse ngen alle bei dem Schutt ihrer verbran ^Häuser. Von da zog eine Abtheilung auf yzugleich eine Sololhurn zu. Die ferner >r65 uns halbwegs entgegen gekommen, die 2» ^und Kinder nämlich, und der Lcutpricste gden Schlüsseln der Stadt. Aber derhalte ihre Zerstörung verschworen. D>e „rgenossen sind aus einander; Teutschland