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nossenschaft die gleiche konstitutionelle/ wenn auch nichtgleich entwickelte, Grundform hatten, die ebenfalls, wiesie aus verbundenen Theilen bestunden, Föderationen wa-ren. Diese Staaten sind: Griechenland, der lombardischeBund, die Hansa, die Niederlande. Freilich kann manhier entgegnen: wie lassen sich Völker und Staaten nebeneinander, wie in eine Linie stellen, welche durch die Zeit,durch Ort und Lage, durch ihre Sitten und geistigen Ei-genthümlichkeiten so sehr, ja beinahe bis zum Gegensatzvon einander getrennt und ausgeschieden sind? Wäre esnicht so viel, als wenn man Berge mit Ebenen, Flüssemit Wäldern vergleichen wollte! Dieses scheint nur so;die Gegensätze sind nur äußerlich; ihre Geschichte sprichtganz anders. Allen diesen Staaten lag ein und derselbeAnfang zu Grund, ein und eben dieselbe Ursache schloßihren Verband, und löste ihn zum Theil wieder auf, diemoralischen und physischen Eigenthümlichkeiten modifizie-ren und bestimmten blos die Richtung und das Resultatihrer Gesammtkräfte, welche aus demselben hervorgehensollten. So wie Herder sagt: die Lotosblume kam aus In-dien, zog sich durch Aegypten, Phönizien, Griechenlandherab und nahm von jedem dieser Länder ihre Form undFarbe an; also kann man dieses von der FöderationSformsagen. In Griechenland, den griechischen Inseln hattesie ihren Ursprung, dann kam sie nach Italien, hernachan die deutsche Nordgrenze, endlich in die Berg- und Al-penthäler der Schweiz. Dort war sie zwar StaatSgesetz,aber sie wirkte nicht vollständig und ununterbrochen aufdas politische Leben ein, hier gieng sie plötzlich in die le-bendigste Wirkung über, löschte sich aber eben so schnellwieder auS; da entwickelte und weitete sie sich noch mehrauseinander, aber sehr langsam und unter den größtenKämpfen; hier blieb sie, wie sie Anfangs war, unverän-dert durch alle Zeiten hindurch, und nach ihrem Gesetzebewegte sich Alles. Es sind also nur Variationen über ein