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1 (1834) Die Zeiten der dreizehn Orte / von Joseph Andres
Entstehung
Seite
VIII
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und Winter abgewogene Witterung gegeben hat/ wodurchder menschliche Körper jene Empfänglichkeit erhält/ dieeben so entfernt ist von jener unaufhörlichen Bewegung(Beweglichkeit)/ die zu nichts führt/ zu keinen Resulta-ten gelangt/ als von jener materiellen Starrheit/ die nurlangsam an- und aufgeregt werden kann und nur schwer-fällig sich bewegt. Jene könnte der Phantasie gleichenohne Verstand/ die nur Gewölke bildet; Diese dem Ver-stände/ der in seinem farbenlosen Gewände nur kümmer-lich daher schreitet. Diese glücklichen/ menschlichen Or-ganisationen waren von einer heitern/ fruchtbaren/ vielbewegten Natur umgeben; die Inseln und Secküstcn unddie Gebirge zeigten unter dem gelindesten Himmel diereichsten und mannigfaltigsten Ansichten und Lagen dersel-ben. Während die Griechen so von Außen durch die hei-terste Natur berührt und angezogen/ besaßen sie im In-nern/ oder vielmehr für ihr Inneres/ eine dieser Naturgleich kommende/ herrliche Tradition und Mythologie(Religion)/ die in Aegypten noch ein roheS/ aber ein be-deutungsvolles Gebilde war/ in dem bewegtem Phünizienschon eine leichtere Gestalt erhielt/ in Griechenland end-lich zu einem wahren Kunst- und Götterbilde wurden.Die ganze Schöpfung erscheint in ihr personifizirt/ alles/was in ihr lebt und webt/ ist in ihr göttlich/ die schaf-fenden Kräfte der Natur sind in ihr Götter. Daher ist sieeine wahre Dramaturgie der Natur/ unter welcher wir/wohlverstanden/ nicht blos die Natur außer dem Men-schen/ sondern den Menschen zugleich begreifen/ die Ge-schichte und die Natur. Daher der delphische Gott/ dasaus dem Dunkel hervorgehende Wort/ die politischen Schick-sale Griechenlands Anfangs'leiteten und bestimmten/ Hel-den, Gesetzgeber und Philosophen mit den Priestern vonDelphos ursprünglich in einem unzertrennlichen Vereineten. Alle Lebensverhältnisse lagen darin wie in einer Knospezusammen und entwickelten sich hernach in ihren eigen-