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1 (1834) Die Zeiten der dreizehn Orte / von Joseph Andres
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blieben dagegen die schweizerischen Städte in Erwerbungvon Land- und Herrschaften frei und ungehindert, manließ sich den Erwerb zu, man beneidete sich nicht, indemman sich einem höhcrn Prinzipe, dem der Erhaltung desGanzen unterworfen fühlte. Wollte man aber über die-ses anfänglich Erworbene hinaus, zeigten sich die gros-sem Kantone gar croberungSlusiig, so gab es Widerstandund sie waren dann nicht so genialisch als Athen, daszugriff, wo die Gelegenheit es anbot. ES zeigte sich alsoweder die scharfe italienische Eifersucht, die gar nichtszulassen wollte, noch der behende, mächtige Dergrößc-rungSgcist einzelner griechischer Staaten, der von der Naturgegeben und begünstiget war, und die Macht der^Selbst-ständigkcit und die Nothwendigkeit des Gleichgewichtswurden von allen griechischen Republiken nicht so erkannt,als von den schweizerischen Kantonen. Wenn das Persön-liche, das Kantonal-, das Ncligionsinteresse oft furchtbaraufeinander trafen und nur Blut den Knoten scheidenkonnte, so wurde doch die allgemeine Bundcsforin niezerrissen. Erst nach vierhundert Jahren, als die Eintenanfangen wollte» den Herrscher zu spielen und auf dieSchwachem Eroberungen machten, wurde das System derdreizehn Orte wirklich durch und durch erschüttert, undvielleicht wäre es gerade so zu Grunde gegangen, wie derhanseatische Bund, wenn nicht die Kleinsten und Schwäch-sten in den Tagen der Gefahr und des Kampfes sich anihre Ahnen erinnert und auf ihren Schlachtfeldern gefal-len wären wie sie. Nachdem der alte Bund nach einemfünfhundertiährigen Bestand aufgehoben und von feindli-cher Hand zertrümmert worden, änderte sich im Landeplötzlich alles. Während man in diesem langen Zeitraum

*) Im Lause dieser Geschichte werden wir sehen, wie die Regierungvon Sckwyz bisweilen große Tumulte erregte. Aber wenn sie dasthat, so war sie den» wiederum für gcmcineidgenössische Ehre und