Die ersten Zeiten.
Deutschland noch ein Militärstaat war, gezwungenwegen den häufigen und verheerenden Einfällen der Wen-den, Ungarn und anderer barbarischen Völkern unter denWaffen zu bleiben, und demnach einen StaatSverbandhatte, der das Reich zu einem Lager machte, als es da-her nur ein einziges großes Kommando, ein einziger Herrund Kaiser gab, ein Kaiser und ein König, der aus derNation hervorgicng, durch sie und für sie die Majestättrug; als alle Rechte, Würden, Besitzungen, Eigenthumund Gewalt nur deutsche ReichSämter waren, als die Na-tion nur Reichsfeldherren, Herzoge hatte, Fürsten, dienur Anführer im Kriege waren, dem Heer voranzogcn —da hatte eS einen so gewaltigen Umfang, daß seine nörd-lichen Grenzen durch das baltische Meer, seine südli-chen Grenzen von den helvetischen EiSgebirgen beschütztwurden. Die deutschen Kaiser wurden die ersten Fürstender Christenheit genannt. Die Nation war zwar nichts we-niger als eines Stammes und einer Art, sondern eineVereinigung vieler Völker und Stämme; aber im Kampfefür ihr Daseyn war sie nur ein Stamm, glich sie nur ei-nem Volke. Nachdem aber durch ihre großen Siege ihrephysische Kraft aufgeregt und gleichsam verdoppelt wurde,l. Heft. 1