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1 (1834) Die Zeiten der dreizehn Orte / von Joseph Andres
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alle diejenige»/ welche geschmäht halten. Aber Murner,die unerschöpfliche Quelle/ gegen den Bern vorzüglichgeklagt hatte, wußte zn entfliehen. Die Reforinirtcn glaub-ten nun nicht mehr an den Ernst und Willen der V Ortezu strafen/ und beschlossen auf den Antrag Berns einer scharfe Sperre von Lebensmitteln gegen dieselben. Man

> glaubte ste dadurch zum Nachdenken zu bringen / den Fried-

liebenden gegen den Lästerer zu bewaffnen/ die Besserngegen die Schlechten in Bewegung zu setzen. Aber ge-rade das Gegentheil erfolgte; alles stund zusammen. Wa-rum sollte der Unschuldige die Strafe des Schuldigen lei-de»/ warum alle bestraft werden, wenn nur Einzelne schul-dig waren? Eine Strafe, die nur auf Einzelne fallensollte, auf das Ganze legen, heißt das Ganze zur Empö-rung bringen, und diese so großes Elend verbreitende, denqualvollsten Tod bewirkende Maaßregel wegen der Schmäh-ungen eines Mönchs, den Niemand unter den Reformir-tcn, selbst nicht als Mensch, achtete? — Sobald die Sperreeingetreten war und alle Wege, Pässe und Straßen gegendie V Orte geschlossen wurden, zeigte sich sogleich einegewaltige Spannung. Die Schiedorte versuchten nocheinmal Vermittlung, ritten von Ort zu Ort und er-hielten endlich noch einen Tag auf Bremgarten. DieKatholischen wiesen auf den großen Mangel in ihren Lan-den, sagten den Reformirten: sie sollten thun, was stewollten, daß man auch an ihnen thäte, wie solches dasEvangelium, als dessen Anhänger ste stch rühmten, es ih-nen lehre. Diese forderten Glaubensfreiheit, und zwar> nicht nur in den gemeinen Herrschaften, sondern auch inden eigenen, unmittelbaren katholischen Landen. Die VOrte schlugen eS ab, weil ste vermeinten in ihren Gebie-ten mit eben so vielem Recht über das, was geglaubt wer-ben solle, zu sprechen und zu befehlen zu haben, als Zü-rich und Bern in den Ihrigen. Als diese Antwort gege-i den war, wurde die Aufhebung der Sperre abgeschlagen.

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