Buch 
1 (1834) Die Zeiten der dreizehn Orte / von Joseph Andres
Entstehung
Seite
86
JPEG-Download
 

8Ü

ten zu schicken, die Allgrmplätze zu bestimmen/ die Grenzortezu bewaffne»/ eine Musterung aller Pässe und Lagerorte vor-zunehmen und vier Kommandanten zu erwähle»/ um dasVolk im Fall der Noth gegen die Verletz« und Angreifer derNeutralität anzuführen und selbe wieder aus dem Lande zuschlagen. Allein sobald die kriegführenden Partheien nichtmit Drohungen gegen die gesammte Eidgenossenschaft anka-men/ ihren Religionsverwandten in der Schweiz schmei-chelte»/ ihnen gegen ihre Feinde Schutz versprachen odersie zu verlassen drohten/ zerfiel die Einigkeit sogleich wie-der/ das Mißtrauen wurde wieder rege/ der Kampf hobwieder a»/ jede Parthei wandte sich nach Außen. DerKönig von Schweden wurde über die abschlägige Antwort/die man seinem Bundesantrag ercheilte/ so erzürnt/ daßer den Reformirten auf einem Tage in Aarau erklärenließ: „Er wolle mit den katholischen Orten in keine Ver-bindung treten/ sondern mit den Reformirten/ denn siehätten ihn neben andern bewegt nach Deutschland zu kom-men. Sie seyen also schuldig ihm zu helfen. Wolle mansich dessen weigern/ werde er Dinge unternehme»/ die Nie-mand gefallen würden."*) Die von Zürich davon nichtwenig erschreckt/ schickten den Chorherrn Brettinger zu demschwedischen Geschäftsträger nach Königsfelden/ ihn zubitten/ die evangelischen Orte jetzt noch mit einer entschei-denden Antwort zu verschone»/ sobald des Königs Armee nä-her an ihren Grenzen wäre/ könne man denn schon etwasfür sie thun. Zugleich wird Uri von Zürich beschuldiget/wie sein Landammann Vcroldingen um Paß und Volkfür die Spanier werbe. Wäre das wahr und könnte mansolches erhalte»/ würden die Schweden das Nämliche be-gehren. Während der Rathsherr Helmlin von Luzern aus

-> Schreiben Landvogt Rcdings auf den Tag der V Orte in Wäggisden 14ten April 1632.