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Zürich berichtet/*) wie dieser Ort entschlossen sey/ Nie-mand Paß zu geben/ schreibt dieser Nämliche von einerInspektionsreise an den Grenzen: wie erden: zürcherischenCommissär bei Besichtigung der Posten ganz lau gesun-de»/ indem er gesagt habe: es seyen vergebene und un-nütze Kosten.**) Unterdessen hatte die Belagerung vonKonstanz angefangen/ die Stadt konnte von keiner Seitemit Erfolg angegriffen werden als auf der Seite/ auf wel-cher man glaubte/ daß sie von der schweizerischen Neutra-lität gedeckt werde. Dieses sah der schwedische GeneralHorn ein/ und zog sofort schnell durch die Stadt Steinüber den Thurgauer Boden Konstanz in den Rücken. Dasist Verrath / riefen die Oestreich«. Große Bewegung undTumult unter den V katholischen Orten; man müsse dieverletzte Ehre räche»/ ausziehen/ die Schuldigen bestra-fen. Ziehen wir auS/ sagte Zürich / kann der Kriegsschau-platz auf den Thurgauer Boden verlegt werden. Bernmeinte: Horn habe nicht als Feind den Durchzug genom-men/ sondern als Freund. Der FranzoS/ der Allirte vonSchweden/ kam schnell dazwischen/ suchte zu begütigen/zu vermitteln/ machte Versprechungen. Die beiden Städtewollen die Vermittlung annehmen/ auch die Katholischen;aber sie bleiben bei ihrem Entschluß auszuziehen;.»«/Schwyz/ Unterwalden/ Luzern bleibt zur Beobachtungder Städte zurück/ ziehen inS Thurgau/ ergreifen feinenKommandanten Keffelring/ der gegen den Einfall denLandsturm unterlassen hatte und lassen ihn ins peinlicheGefängniß nach Schwyz abführen. Zürich und Bern pro-testiren gegen seine Ergreifung/ jenes reclamirt ihn alsseinen Mitbürger. Die Katholischen behaupten: er gehöreden ausgezogenen Orten / sey als Kommandant des Thur-
Schreiben HelmlinS von Zürich von: 3 Mai 16Z2. »») Vom 1t
Mai. J,„ Standesarchiv von Luzern.