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1 (1834) Die Zeiten der dreizehn Orte / von Joseph Andres
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doch Oestreich immer bei seiner alten Erbeinung geblieben«nd hatte nie eine neue für die Zeit passendere Verbin-dung gesucht/ da doch dieses der einzige Weg war/ demfranzösischen Einfluß entgegen zu arbeiten/ und das soge-nannte treue Aufsehenhaben auf Burgund und die Wald-stätte am Rhein wohl eine nähere Erläuterung und einegenauere Bestimmung nöthig machten. Der FranzoS hin-gegen war mit einem Bunde nicht zufrieden. So vieleneue Verhältnisse/ so viele neue Verträge; alleS/ was ereroberte und gewann/ brachte er in sie hinein/ auf daßman für die alten wie für die neuen Provinzen verpflich-tet würde; die Bande für die Schweiz wurden immer en-ger/ für ihn immer weiter/ ein Artikel um den andernfiel/ ein Recht um das andere wurde verschoben/ alle Vor-behalte wurden im Bunde mit Ludwig XIV. aufgehoben/ohne es wörtlich auszudrücken/ war er offensiv geworden/denn wo er persönlich mit seinem Heere hinzog/ mußtendie Schweizer mit/ die neutrale Richtung gieng verloren/entschieden kam alles auf französische Seite. Bald sahman die Schweizer überall auf dem Reichsboden/ selbstProvinzen überfallen/ die im eidgenössischen Schutz/ da inden französischen Linien föchte«/ wo Kaiser und Reichden deutschen Boden vertheidigte». Die Tagsatzungenwaren von den Beschwerden und Klagen der holländischen/savoyschcn und kaiserlichen Gesandten gleichsam bestürmt/Memoriale folgten auf Memoriale/ immer eines heftigerals das andere.An allen Verheerungen und Plünderun-gen/ sagte man/ welche die Franzosen in fremden Ländernausgeübt/ seyd ihr ihnen treulich beigestanden/ ihr erklärtimmer euere Neutralität/ und wo man hinblickt/ siehtman euere Knechte bei den Franzosen/ ihr führt gegen«nd wieder alle Völker Krieg/ ohne jemals selbst bekriegtzu werden / ihr genießt seine Vortheile/ ohne jemals dasElend und den Jammer zu trage«/ den er mit sich führt;ihr dient allen und betrügt alle/ ihr laßt euer Volk ab-