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1 (1834) Die Zeiten der dreizehn Orte / von Joseph Andres
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159
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1§S

Frankreich anfieng offensiv in die europäischen Verhält-nisse einzugreifen/ kaufte es die damaligen ersten Solda-ten Europas mit Geldmassen/ welche die Straßen bedeck-ten; der starke Arm, welcher alles vor sich niederwarf,konnte nicht anders als mit Massen gewonnen werden.Dadurch erhielt man in der Schweiz einen gar großenBegriff von der Uncrschöpflichkeit des französischen Reich-thums; andere Werber mußten ihm entweder gleich kommenoder zurückbleiben. Partheicn konnte cS zwar nicht ver-hindern, aber die Scinige blieb immer die stärkste, weilkein Fürst der dcrmaligcn Zeit das Eigenthum seines Vol-kes so in seine Hände bekommen hatte, als der französi-sche. Man hätte glauben sollen, daß eS sich mit seinemGcldauSwerfen, seinen Pensionen, geheimen und offenenGnadcngeldcrn am Ende selbst schaden würde, da seinReichthum doch einmal seinen Boden finden, und wenndie Quellen vertrocknet, auch sein Einfluß ein Ende neh-men würde. DaS waren Sorgen, die seine Gesandten amwenigsten drückten. Gerade dadurch sollte alles noch festerverbunden werden, was man Anfangs mit vollen Händenso unverständig auszuwerfen schien, wußte man allmähligeben so verständig wieder einzuziehen. Sie zahlten nur fürdie laufenden Sachen, was hinter ihnen lag, die Rück-stände, behielt man zurück. ES ist wahr, dieses verwi-ckelte sie bisweilen und erschwerte ihre Unterhandlungen,aber die Pensionen hatten alles so sehr verstrickt, daß mannicht mehr herauskommen konnte. Die Obrigkeiten ciu-

der Zukunft sey nicht minder wichtig. Die Zukunft müsse manüberhaupt mehr vor Auge» halten, alS die Gegenwart. Indessense» es der gewöhnliche Fall, daß mittelmäßige Köpfe es vorlögen,die Zeit mit ihrem Schubkarren vorwärts in schieben, und wiebisher i» Behaglichkeit ,u leben, und wenn es auch nur für einenMona« wäre, als Vorsehung ru thun, um sich vor Bewegungenfolgender Jahre lu sichern. Testament xolieissus, II.