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Indessen gab es doch auch einmal einen langen und ent-schlossenen Widerstand gegen alles, was Frankreich zu erhal-ten wünschte, der leicht zu einem gänzlichen Bruch hätteführen können. Ehre der Eidgenossenschaft in einer Zeit,in welcher Frankreich mächtiger war, als je, und einenKönig hatte, der mit seiner großen Macht keinen andernWillen ehren wollte, als den Seinigen, dem aber die schwei-zerischen Obrigkeiten sich nicht gedrungen fühlten, sich zuunterwerfen, sondern die Sprache des Rechtes, des Mu-thes und der Unerschrockcnheit führten, jede neue Verbin-dung, jede BundeScrneucrung standhaft auSschlugen undverboten, bis es Ihrer christlichen Majestät gefallen möchte,die Verträge zu halten. Da wurde dann geantwortet,wenn man sich der königlichen Großmuth überlassen wolle,werde man eher befriediget werden. Seine Majestät habesich beleidiget und entrüstet befunden, indem cS scheine,als wolle man ihr Gesetze vorschreiben. „Allein man ließsich durch den königlichen Zorn weder in Furcht setzen,noch durch die königliche Großmuth einschläfern. Manblieb bei den genommenen Schlüssen und wies alle wei-
ter» stammten vom Hause Mone her. Anfangs lebte er ganz denFreude» und Genüssen der Stadt Pari». Hernach suchte er sichim Kriege auSiuzcichiien, was ihm auch bei der Belagerung vonla Röchelte, Montauban und in Languedoc gelang. Allein erließ stch bald daraus in politische Intriguen verwickeln, und wurdedeßhalb vom Kardinal Richelieu in die Bastille gesperrt. Davonbenachrichtiget, soll er vorher 6000 Briefe vsrbrannt haben, wel-che die ersten Damen vom Hofe sehr compromittiren. Währendseiner Gefangenschaft arbeitete er seine Memoiren aus. Sie dau-erte i2 Jahre und endete erst nach dem Tode des Kardinals.Seine Befreiung gab zu folgenden Versen Veranlassung:
klnftn ünns I'arrisre suison
l.u kortune ü'ssrmanä s'nccorcle »vea In micnne;
krance, je sars äe IN» prisvn
Ginnst oon »nie rort ste In rienne. ll. universelle.