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1 (1834) Die Zeiten der dreizehn Orte / von Joseph Andres
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zwischen Dtneennes und Paris kamen ihnen der Gouver-neur von Bourbonais, der Marquis von St. HimieS undder Gouverneur von PariS/ der Marschall d'Aumont mitihrem zahlreichen Gefolge von Offizieren und Edelleutenentgegen. Wie sie der Residenz naheten, Kanonendonnervon den Wällen der Bastille, an den Thoren der Stadt derganze Magistrat in seinen glänzenden Ceremonienröckcn. Diekleine von Gold und Silber strahlende Armee von Hof-ämtern, Kronoffiziercn und Edelleuten zieht ein. Die eid-genössischen Gesandten mit ihren hohen Gestalten undlangen weißen Bärten ragen wie die Ritter der Tafelrundeaus dem großen langen Zuge weit über alles andere em-por. In der Stadt, auf allen Plätzen und Straßen,Trompeten, Pauken, Trommelwirbel, Tusche, alle Straßen,Häuser, Fenster sind bis auf die Dächer mit einer unzähligenMenge Volkes besetzt, das auf die schweizerischen Gesand-ten hinblickt, sie anstaunt, beklatscht oder lächerlich macht.Am Tage der Auffahrt wurden sie von königlichen Wagenins Schloß abgeholt, von dem Hofceremonicnmeister ander Treppe empfangen und von ihm begleitet giengcn siezwischen den Reihen aufgestellter Schweizcrgardcn durcheinen Vorsaal und StaatSzimmer in die andern, bis sieendlich inS Heiligthum selbst kamen, wo ihnen der Königmit entblößtem Haupte seine Hand aus einem HölzernenGcgittcr (Ballustrade) hervorstreckte. Darauf der Bürger-meister Maser von Zürich die Cercmonialrede hielt, seinekönigliche Majestät bat, sich der eidgenössischen Angele-genheiten gnädigst anzunehmen. Worauf der König ant-wortete : o» ma co,se /aie <ie

*) Nach der öffentlichen Auffahrt erfolgte der Bund-fchwur in der Kirche. Der König fuhr in einem achtspän-nigen römischen Triumphwagen dahin. Die eidgenössi-schen Gesandten schwuren Ihm zuerst; hernach Er ihnen.

*) Man wird durch mein Benehmen sehen, wie sehr ich die Nationachtel