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1 (1834) Die Zeiten der dreizehn Orte / von Joseph Andres
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zugewandten wurden jetzt nach Solothurn beschickt, dasman jetzt die französische Residenz nannte, gleichsam alshätte sich der Gesandte nicht bet ihnen, sondern sie sichbei ihm zu legitimiren. Bei dieser Gelegenheit machte erwegen einer BundcSerneucrung Eröffnungen und sagte da-bei:derBund von 171 L sey noch nicht geschlossen." DieGesandten nahmen alles Aber kaum waren

sie wieder in ihren Kantonen angelangt, als sie schonwieder nach Solothurn beordert wurden. Sie sollten näm-lich die Geburt eines Dauphins mitfeiern helfen. Diediplomatische Fete erhielt dabei eine gar angenehme Zu-lage, eine Art hin-,-«'. Die hohen Gesandtschaftenbrauchten im Saal Seiner Excellenz nur eine Hand aus-zustrecken, so hatten die Einten prächtige Stöcke mit gol-denen Knöpfen, die Andern goldene oder silberne Dosen,die Dritten goldene Uhren, die Vierten endlich glänzendeStaatSdcgen in derselben. Selbe geruhte nämlich, ehesich die Flügel des EßsaaleS öffneten, den Repräsentan-ten -er Eidgenossenschaft eine Lotterie ohne Niete zumBesten zu geben. Nach diesen Festlichkeiten wurden dieInstruktionen hervorgezogen. Sie lauteten alle für dasHauptgeschäft günstig, jene von Zürich ausgenommen,welches sich mit dem ewigen Frieden begnügen wollte.Bern aber bedachte, wie ein großer Theil seiner Lande vonFrankreich eingeschlossen, wollte eintreten, aber nichts ein-mengen lassen, was nicht zum Bunde gehörte. Die übrigenreformirtcn Orte, wie Bern. Luzcrn wollte keine Bundes-erneucrung, keine Verbindung mit den Reformirten, essey denn, daß man sich zur Restitution geneigt finde, undin diesem Falle will eS dieselbe ohne fremde Einmischungannehmen. Zürich war also das größte Hinderniß. Derdarauf folgende Marquis von Bonae suchte sich diesesKantons durch seinen Bürgermeister, Herrn von Heideg-ger, zu bemächtigen. Er berief ihn nach Solothurn undempfieng den Repräsentanten des Vororts im Schlafrock,