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ausgenommen / so mußte doch die repräscntirende Bürger-schaft gefehlt habe»/ weil sie ebenfalls die Gewehre er-griffen/ aber nur um sich zu vertheidigen/ und obschondiese nie einen Hellers Werth für sich begehrt/ mußten siedoch die Unterdrücker seyn. Ganz dem Sprichwort- ge-treu: man muß immer in Einem fort vcrläum-dcn/ am Ende wird doch etwas hängen bleiben.Man sandte in aller Eile Deputirte von hier/ weil manglaubte/ die Repräsentanten wollten mit Gewalt alles un-terdrücken/ war aber verwundert/ da diese/ sobald mane§ begehrte und Sicherheit versprach/ das Gewehr nieder-legten. Die NcgatifS wollten eS nicht glauben, die mei-sten flüchteten sich und begaben sich nach Fernay zu einemsogenannten Comte Galotin. Alles dieses verdient Strafe.Statt dessen dankt ihm Hr. Vergennes, daß er diese Leutein Schuh genommen. Die NegatifS suchen den SchutzFrankreichs/ um zu nichts gezwungen zu werden. Ver-gcnncS will zur Conciliation eine Conferenz nach Solo-thurn ausschreiben, was so viel heißt, als die Repräsen-tanten verdammen und die Republik Genf ihrer Unab-hängigkeit berauben. Selbst diejenigen RegatifS, welchenoch nicht aller Schaam entsagt haben, bekennen: daßwenn Solches geschehen würde, die Republik verlorensey; wie denn auch beide Kantone, so gar nicht einwilli-gen wollen, daß der französische Botschafter oder vielmehrGouverneur in der Schweiz alles nach Belieben diktircnkönne, die Conferenz nach Solotburn verweigert.
Wir zweifeln nicht, daß wenn Hr. Vergennes es da-hin bringen könnte, ganz eigenmächtig gegen Genf zuverfahren, unsere lieben EidS- und Bundgcnoffen nochdie alte rühmliche FrciheitSliebe zeigen würden, und zwarum so mehr, da alle andern Mächte, besonders der Königvon Preußen, allen rühmlichen Eifer zur Wiederherstel-lung von Ruhe und Ordnung in Europa erzeigen und ih-