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neu ein solches Betragen von Frankreich nicht gestattenkann.
VcrgenneS zeigt stch in Allem trotzig/ behandelt diesouveränen eidgenösstschen Stände verächtlich. Wennnoch größere Beschimpfungen folgen oder an unsern Ket-ten geschmiedet werden sollte/ so muß man auf Mittel da-gegen denken. Man muß sich an Preußen wenden/ dessenKönig als Fürst von Ncuenburg ein Verbündeter der Eid-genossenschaft ist.
Damit man auch dem Hrn. von VergenncS in Etwasgefällig seyn könne/ hat man die Conferenz/ aber auch nurals Conferenz, in Solothurn angenommen/ damit mansolche Artikel entwerfen könne/ welche von beiden Pak-theien könnten angenommen werden/ aber nicht als gleich-sam ein rechtliches Urtheil/ wozu man sich nicht verstehenwird. Nach diesen Grundsätzen haben Zürich und Bernihre Deputiere von Genf zurückberufen / um ihre Relationzu hören und nach dieser ihre Instruktion zu verfassen.
Ich habe niemals gesehen/ daß man so scharf daraufgehalten alles zu verbergen als dießmal. Den Gliedernvon, kleinen und großen Rath/ ja einem Theil dcS gehei-men Rathes werden alle Abschriften abgeschlagen/ so/daß ich nur spät und nur stückweise etwas von der Sacheerfahre/ selbst noch letzthin wurde allen Gliedern des Ra-thes bei Eiden befohlen nichts zu melden/ was in derVersammlung gehandelt werde.
Zürich will nichts mehr mit diesen Sachen zu thunhaben. Dieß ist der Dank für unsern Beistand in denToggenburgcr-Unfugen."
Wir wollen nun auch hersetze»/ was Müller in seinene-rn-'r darüber sagt: „Frankreich hat Zürich und
Bern eingeladen sich mit ihm zu vereinigen/ um die Un-ruhen in Genf zu unterdrücken. Allein die beiden Städteschienen zu fürchten, daß wenn man Frankreich hier un-terstütze, eS sich am Ende in die Angelegenheiten eines je-