Fabeln.
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Witzreden eigen gewesen sein; er gab schon vor seinem größeren Werke(o. O. 1618) eine kleine Sammlung lustiger „Schulpossen", kaoetiaepennslium heraus, Apophthegmata (wie er sie selbst nennt) von Penna-len, Philosophastern, pedantischen Gelehrten, die aus der Kunst nichtssür das Leben erbeuten, bei denen nach dem Witzworte 8tu«leo im Supinostultum hat. Die „deutschen Apophthegmata" erschienen dann 1626.Das Werk wurde von Opitz wegen seines vaterländischen Sinnes hochgepriesen, im ganzen 17. Jahrh, viel gelesen und benutzt, von Zinkgres'sSchwager, Leonh. Weidner (1644. 83.), erst mit einem dritten, spätermit einem vierten unv sünsten Theile vermehrt, die in der von ChristianWeise besorgten Ausgabe von 1693 vollständig aufgenommen sind. Nochin neuester Zeit ist es wieder mehrfach in Auszügen erschienen. Es isteines von den Werken, die jetzt immer häufiger werden, mit denen diedeutsche Nation, würdig oder unwürdig, in den Gang der allgemeineneuropäischen Literatur eintritt. Unsere religiös-didaktische Poesie undvieles der Volksdichtung, die wir bisher durchgingen, gehörte uns eigen-thümlich an; der Froschmäusler berührt sich schon halb mit europäischenErscheinungen; Jacob Ayrer wird uns auf die Volksbühne in Englandversetzen, Fischart führt ein Werk der französischen Literatur ein, Weck-herlin eröffnet eine Beziehung der deutschen Dichtung mit der vonganz Europa, worin ihm nachher die ganze Masse folgt. Zinkgref warganz der Mann, in diese Reihe der Männer, die uns mit dem Auslandein Verbindung bringen sollten, einzutreten. Er hatte sich in der Schweiz,in Frankreich, Holland und England umgesehen, er lebte dann in Heidel-berg, das Christian Weise ausdrücklich darum preist, daß es durch seineBibliothek, durch seine Correspondenz mit den Reformicten in Frankreichund Holland seine gelehrten Einwohner anleitete, sich selbst allgemachin die „freie und lebhafte Galanterie" des Auslands zu schicken, und auchdie Jugend im Reden und Schreiben mehr „an das politische Licht zulocken". Zinkgres's Apophthegmata („Klugreden", scherzhafte Fragen undAntworten) sind ausdrücklich im Wetteifer mit den Cambden, Kocha-nowski, Egnatius u.A. gesammelt, die der Engländer, Polen, Venetia-ner u. a. weise Sprüche redigirt hatten, im Wetteifer mit den Alten,unter denen Plutarch's Apophthegmata schon 1534 von H. von Eppen-dorf übersetzt waren; so wie sie auf der anderen Seite wieder ganz vater-ländisch sich an die Agricola und Frank anreihen wollen. Sie führenaber zu jenem neuen Gegenstände des Apophthegma'ö weiter, und charak-teristisch genug ist es zur Bezeichnung dieses Fortganges, daß Zinkgreferzählt, es hätten ihm viele, die er um Unterstützung für sein Werk