Band 
Dritter Band.
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Weltliche Lyrik nach Opitz.

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Noch ein viel fruchtbarerer Schriftsteller und ein noch angesehenererMann als Harsdörfer, war der ihm im Vorsitz des Ordens folgte,Siegmund Betulius, nachher von Birken (1626—81) aus Böh-men, von wo sein Vater Religions wegen flüchtend nach Nürnberg kam.Er selbst hatte seine Geschichte geschrieben und dies Material benutztehernach Herdegen in seinen Nachrichten über ihn; andeutend führtBirken auch in einer seiner Schäfereien an, es habe ihn die Eger geboren,die Pegnitz erzogen, die Saale gelehrt, die Ocker eine Zeit lang geehrt,gehört und genährt; und dann sei er zur Pegnitz umgekehrt, als seineWeidebrüder eben an der dritten Fortsetzung der Pcgnitzschäfereien arbei-teten, die Er nachher fortsetzte und herausgab. Er hatte sich iu seinen! jüngern Jahren meist mit Erziehung fürstlicher und adliger Jugend ab-' gegeben, war in Verhältnisse dadurch mit Anton Ulrich von Braun-> schweig gekommen und daher darf man die engen Beziehungen der! Schotte! und Gläser mit den Pegnitzern leiten, dahin auch den überein-! stimmenden Uebergang zur prosaischen Schriftstellerei und zum Romane,i den Anton Ulrich und Bucholz mit Birken machten, zurückführen. In. Nürnberg knüpften sich feste Verhältnisse mit Wien an. Die Gesellschafthatte sich noch unter Harsdvrfers Vorstand bei dem großen Friedensfestin Nürnberg 1650 durch ihren erfinderischen Sinn bei der Verherrlichungder Fried- unv Freudenmahle im höchsten Grade beliebt gemacht. Wirwerden wohl unten im Schauspiel eine kleine Vorstellung von den sceni-schen Aufführungen geben können, die hierbei vorkamen. Birken machtesich eine Ehre daraus, unter den ersten gewesen zu sein, die ihre Federndem Gerüchte als Flügel angemacht, um die Friedensbotschaft in dieWelt zu bringen. Er schickte Schäfereien und Schauspiele in die Welt,und eben das, was er in scenischer Form ausgearbeitet hatte, gab er(in seiner friederfreuten Teutonia 1652) als Geschichtschrift. Gleichdiese Schrift zeigt uns den großen Fortschritt, den wir in Birken machen,der innerhalb des Pegnitzordens auf denselben Punkt vorschreitet, andem wir in Schlesien bei Gryphius und Lohenstein anlangen. Birkenselbst in seiner Dichtkunst (1679) ist geneigt, diese friederfreute Teutonia,seinen östlichen Lorbeerhain und seine Guelsis unter die epischen, heroi-schen Gedichte zu rechnen, deren Zusammenhang mit den Schäsergedich-ten er selbst angibt; er rückt also in diesen Werken aus den bloßenSchäfereien seiner Vorgänger heraus, den Geschicht-Gedichten undGedicht-Geschichten näher, wie er die Romane verdeutschend nennt. DieTeutonia wird hier als eine Prinzessin aufgeführt, die auf die Nachrichtvon dem Frieden in Brunkosa (Osnabrück) sich nach Norisburg begibt,