Weltliche Lyrik nach Opitz.
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an. Auf einem Blatte von der Genealogie des Antichrists findet sich einEpigramm, das die Megäre zur Mutter Loyola's macht und den Teufelzu deren Hebamme. Selbst katholische Meßpriester und Handwerksleuteunterreden sich gegen die Jesuiten, die nur überall Mord und Aufruhranstifteten. Spottlieder lassen die päbstliche Geistlichkeit nach Rom überdie Vertreibung der Jesuiten in Böhmen (bei Soltau p. 463) berichtenund seine Unheiligkeit um Hülfe bitten, um den Karrn aus der Pfützezu ziehen. Bethlen Gabor's Bund mit der verdrückten Religion gegenden Pabst und die Esauiten wird wohl gepriesen; sehr bitter brachte einepoetische Zeitung die Nachricht, er habe den kratee« die ldatereulos nehmenlassen, worüber dann eine Schneidersfrau ihren Kummer ausspricht.Bei dem Ausbruch des Krieges ward sehr weislich gewarnt und zu Friedegemahnt: auch Sicgmund hätte die Hussiten vertreiben wollen und seides Landes verlustig gegangen; Karl hätte die Religion vertreiben wollenund hätte vor Moritz weichen müssen, Metz und die Magd hätten ihmden Tanz versagt, die niederländischen Gänse hätte Gott so fett geweidet,daß sie sich von Spanien geschieden hätten. Bei den ersten böhmischenGeschichten ergießt sich ein höchst reichhaltiger Spott auf den armenPfalzgrafen; auf beiden Seiten ist häufig Uebereinstimmung, Mäßigung,Wunsch nach Frieden, gleichmäßige Beschuldigung der Jesuiten undVerspottung des Winterkönigs und seiner kurzen Herrlichkeit. Im Bibel-ton wird erzählt wie der Churfürst in der Wüste von seinem Weibe ver-sucht wird; es wird abgebildet eine Säule mit der böhmischen Krone:der pfälzische Löwe steigt rechts hinauf, allein seine geschwinde Refor-mation rückt an seiner Krone, Sachsen und Baiern verwunden ihn,Spinola zieht ihn am Schwanz herunter. Aus der linken Seite klimmtder Adler hinan: allein seine Erecution in Prag hemmt seinen sichernLauf, Bethlen, Jägerndorf und Mannsfeld schießen und schlagen nachihm, so daß die Krone noch Preis steht. — Auf einem andern Blatteist der Löwe krank, gestochen von spanischen Fliegen, gestützt auf eineKrücke, mit einer Spinne (Spinola) im Nacken, der Fuchs verschreibtihm und erkennt in seinem Glaße, daß er einen Wurm habe, den er ab-treiben müsse. Volkslieder verspotten grausam das Unglück des Mannes„mit vielen Kindern und keinen: Brod im Hause." Eine Art Meisterstückist der Monolog eines Präger Kochs (1620), der im Bilde unter zu-gerichteten Schüsseln steht, vergebens auf dieTruchsesse wartet und plötzlichentdeckt, daß der neue Hing (ein Stich auf die englische Gattin desChurfürsten) und seine Räthe Schöltet und Kramerlarius ohne allesturewell fort und iU»ti-v8 des Rosenkreuzordens (unsichtbar) geworden