Epigramme und Satiren.
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wacker klingt es doch, wenn Nirsbol Sirius von Hochhausen seine öemoi-sells also allamodisch ansingt: „reverirto Dame, Phönir meiner ams,gebt mir sudienr; Eure Gunst Meriten machen zu kalliten meine pa-tieur," u. s. f. — Wenn man so honigsüße Worte aus der kontaineeines eloquenten Herzens Herfließen hört, und es auf der balanee derVernunft wohl trulinirt, wer wollte bastant genug sein, ihrem gebüh-renden Lobe zu resistiren? Ein ander Knnststückchen: Undeutsche Wör-ter, so eingebürgert sie sind, suche deutscher zu geben; sage statt NaturZeugmutter u. s. f. Sei auf Hof-pbrases bedacht, auf Metaphern undUmschreibungen; sage statt Hund das Murr- und Bellethier; sei be-müht um feine sononlia voeabuls zusammenzubringen, als da ist HerrnSimpelmanns herzbeherztes Herz, oder der der Tugend selbselbst bevet-terte, u. dergl. — So viel von der Eloeution, jetzt zur äisposition.Mache gleich Anfangs weite Thore, wenn auch zu kleinem Hause. DerAnfang sei wie Parrhastus' Vorhang, der weggenommen nichts bedeckt.Mehr als so viel brauch ich über dies Kapitel nicht zu sagen, das an-dere geht dich nichts an, du trotzest auf den kuroeem poetieum. Naturgeht vor Lehre. Fange nur an, kümmere dich nicht um den Schluß. Be-ginne dein Bild, mahle den Kopf einer Jungfrau, füge einen Pferdehalszu, endige mit einem Schlangenschwanz. — Schreibe allezeit viel undohne Feile; halte deine Sachen hoch und ziehe sie allen andern weit vor.Falle vornehme Poeten an und Plage sie um ein Ehrengedicht, das inganz anderer Meinung gedichtet sein mag: dennoch glaube allen dei-nen Lobrednern. Lobe dagegen wieder. Nenne diesen einen Fleming, erwird dich wieder einen Opitz rufen. Fehlst du aus Ignoranz in der Or-thographie, so berufe dich auf die neue Schreibart der deutsch gesinntenGenossenschaft. Und um endlich zum Lorbeerkranz zu kommen, so wendedich an einen Lomes kalatinus; wische die Scham von der Stirne;die Ehre ist manchmal wie die Sonne, die Unflat und Perlen bescheint.Weift er dich auch Anfangs ab, so trülle ihn mit Anhalten und Bet-teln. Ist der Kranz nicht selbst mit Geld zu kaufen, so bestich wenigstensReeommandatoren. Hast du so die Krone erlangt, so laß dich anapästischund daktylisch loben! Beachte des Satirikers Tadel nicht. ZweierleiNarren sind unter den Gelehrten: etliche, denen ihr Unvermögen wohlbewußt ist, die deuten Alles auf sich, wenn sie auch nicht gemeint sind;andere, die allezeit das Rühmlichste von sich glauben, und AllesSchlimme, was auf sie gesagt wird, auf andere beziehen! Zu diesenletzten, halte du dich; streue dir selbst Weihrauch, sei selbst dein Götzeund Anbeter. Verspotte Alle die dich gering halten. „Wenn dergestalt
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